1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Lebende Statue sorgt für viele Lacher

Lebende Statue sorgt für viele Lacher

NEUMAGEN-DHRON. (KiK) Mal besinnlich, mal heiter - so ging es beim Konzert- und Theaterabend der Winzerkapelle Neumagen-Dhron. Die Aktiven hatten zur Unterhaltung eingeladen in die Dhrontalhalle und boten den Gästen ein ansprechenden Konzert- und Theaterabend

"Die Winzerkapelle mit ihrem Vorsitzenden und Dirigenten Herbert Bollig ist ein äußerst rühriges Völkchen, das sehr viel beiträgt zum kulturellen Geschehen im Ort", weiß der Neumagen-Dhroner Franz-Josef Görgen. Den besten Beweis lieferte der Verein unlängst bei seinem Konzert- und Theaterabend. Dabei stand zunächst das musikalische Geschehen im Vordergrund. Passend zur Jahreszeit gab das Orchester besinnliche Lieder aus der Weihnachtszeit zum Besten, aber auch das bekannte "Dschingis Khan" des holländischen Komponisten Kees Vlak erklang in der Dhrontalhalle. So richtig gute Stimmung kam beim Publikum jedoch bei der anschließenden Aufführung des Theaterstücks "Der bronzene Jüngling" auf. Die vergnügliche Handlung der Geschichte: Tante Mathilde (Margarete Thomas) und Onkel Heinrich (Herbert Bollig), kinderlos und angeblich sehr vermögend, haben ihren Besuch bei den Verwandten Erna (Marlies Felzen) und Egon (Berti Klären) angekündigt, weil sie diese als Erben einzusetzen gedachten. Doch für Erna und Egon hat die Sache einen Haken: Die beiden "Schwerreichen" wollen unbedingt die bronzene Statue sehen, die sie den Verwandten zur Hochzeit geschenkt hatten. Die war jedoch längst auf dem Sperrmüll gelandet.Reichlich Aufregung beim Besuch der Erbtante

Doch Erna und Egon kommen auf eine vermeintlich glänzende Idee: Der Freund von Tochter Katja (Verena Stadtfeld), ein mittelloser Schauspieler, soll beim Besuch der "lieben Verwandtschaft" die Statue spielen - natürlich in entsprechender Verkleidung und mit der passenden Farbe besprüht. Doch, wie sich das für einen typischen Schwank gehört: Kurz nachdem Tante Mathilde und ihr Heinrich angerückt sind, jagt eine verrückte Situation die andere. Zum Beispiel, als sich herausstellt, dass Tante und Onkel eigentlich nur deshalb gekommen waren, um nach Wochen des Darbens endlich mal wieder ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Kein Wunder, dass die Enttäuschung der Familie nach dieser Offenbarung mehr als ins Gesicht geschrieben stand. Und so wurde der "bronzene Jüngling" (gespielt von Michael Thomas), just in dem Moment beweglich, als sich während des Gesprächs herausstellte, dass der Besuch alles andere als schwerreich ist. Sein Niesen schleuderte den Hut von Onkel Heinrich auf den Boden. Doch damit nicht genug: Fortan wollte er sich ob des entgangenen Geldsegens auch nicht mehr als Garderobenständer von Heinrich benutzen lassen, außerdem juckte überall Farbe auf seiner Haut, und das unauffällige Kratzen bis zu diesem Zeitpunkt war ebenfalls überflüssig geworden. Der deftige Schwank in einem Akt (Regie Franz-Josef Görgen) brachte das Publikum zum Toben, und der frenetische Beifall war der verdiente Lohn für die Akteure, die ihre schauspielerischen Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten. Zuguterletzt gab es vom Konzert- und Theaterabend in der Dhrontalhalle noch eine weitere erfreuliche Nachricht zu vermelden. Denn die 325 Euro Spendengelder des Publikums rundeten die Musikerinnen und Musiker auf den Betrag von 400 Euro zu Gunsten des behinderten Mädchens Nadja Freiberger aus Klausen auf.