Geschichte : Ritter und mehr lassen die Manderscheider Niederburg zum Leben erwachen

Kämpfende Ritter, Musik und Tanz, eine Schatzsuche und mehr gehörten am Wochenende zur Veranstaltung „Lebendige Burg“ in der Vulkaneifel.

Am Wochen­ende ließ der Manderscheider Burgen­verein die Niederburg wieder von Darstellern zum Leben erwecken. Es wurde ge­kämpft, ge­lacht und ge­feiert. Bogenschützen zeigten ihr Können und Vertreter der Manderscheider Ritter­schaft demonstrierten, wie so eine Burg verteidigt wurde.

Wer das Portal zur Burg durchschritten hatte, wurde nur noch in der dritten Person angesprochen. Und es begegneten einem Leute wie der Burggraf Diedrich III., Soldat Oswaldo von Sipium, Knappe Ingolf vom schönen Thal oder der Ritter Georg von Weiffels­junk.

Bei einer geführten Erkundungstour durch die alten Gemäuer konnte man Fragen stellen und direkt Kontakt zu den Rittersleuten aufnehmen. Eine Schatzsuche wurde angeboten, um anschließend bei Musik und Tanz ein wenig mittel­alterlich zu schlemmen.

Tief tauchten die Fans vergangener Tage in die Zeit von vor 1000 Jahren ein. Authentische Kostüme vom Burgherrn bis zum Burgfräulein. Ein liebevoller vierfacher Familien­vater wird dann plötzlich zum furcht­einflößenden einfachen Soldaten mit Schwert und Schild. Im Mittelalter ging es halt nicht zimperlich zu.

 Oswaldo von Sipium schüchtert gerne die Besucher ein. Im bürgerlichen Leben ist der Familienvater eher ein sympatischer und lieber Mensch.
Oswaldo von Sipium schüchtert gerne die Besucher ein. Im bürgerlichen Leben ist der Familienvater eher ein sympatischer und lieber Mensch. Foto: TV/Hans Krämer

Aber die Führungen durch die Niederburg entbehrten auch nicht einer Prise Humor und erfreuten besonders die Jüngsten, die sichtlich ihren Spaß hatten. So endete ein Showkampf des Erzählers mit einem Burgfräulein unblutig mit einem Tritt auf den Fuß. Natürlich zu Gunsten des Fräuleins.