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Leerstand in bester Lage bereitet Manderscheider Stadträten Kopfzerbrechen.

Stadtbild : Ein Klotz am Bein der Burgenstadt

Ein Leerstand in bester Lage bereitet den Manderscheider Stadträten Kopfzerbrechen.

In bester Lage, gegenüber dem Rathaus für Medizin und Gesundheit und neben dem Heimatmuseum war etwa zehn Jahre lang das Schmuckgeschäft „Der Silberschmied“. Der Pächter ist aber verstorben und das Gebäude steht nun leer. Da es der Stadt gehört, muss sich der Stadtrat nun Gedanken machen, wie es damit weitergehen soll. Deshalb stand es auf der Tagesordnung der vergangenen Sitzung. Eine Idee: Für Wanderer und Touristen dort eine Anlaufstelle zu schaffen, damit sie sich,  wenn sie in die Stadt kommen, an einem zentralen Punkt informieren können. Doch die Tourist Information der Kurstadt Manderscheid ist im Kurhaus. Stadtbürgermeister Günter Krämer erklärt: „Das geht nicht so ohne weiteres, eine Tourist- Information in der Silberschmiede unterzubringen, da wir sonst Fördergelder zurückbezahlen müssten.“

Das Gebäude hat drei Stockwerke. Unten ist ein etwa 30 Quadratmeter großes Ladenlokal und in den Obergeschossen eine Wohnung. Trotz der geringen Größe ist viel im Haus zu renovieren. Das Bad, die Türen, die Böden und Fenster müssten erneuert werden. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen würde ein Betrag von 50 000 bis 100 000 Euro anfallen. Zudem war in den Räumen des Silberschmieds der Zugang zum Heimatmuseum. Das Museum hat zwar eine eigene Eingangstür, aber der Förderverein, der das Museum betreibt, hat nicht die personellen Möglichkeiten, während der Öffnungszeiten vor Ort zu sein und den Eintritt zu kassieren. Das hatte der „Silberschmied“, der selbst Schmuckstücke gefertigt hat, mit übernommen.

Momentan scheinen sich keine kurzfristigen Lösungen abzuzeichnen, wie es mit dem Gebäude und der Museumssonderregelung weitergehen könnte, denn die Haushaltslage der Stadt ist weiterhin sehr angespannt. Im Rat will man weiter Ideen sammeln, ein kleines Lädchen würden die Manderscheider sehr begrüßen.