Leerstand nur von kurzer Dauer

Das ehemalige Aldi-Gelände in Bernkastel-Kues wartet auf einen neuen Investor. Die Stadt ist an einer sinnvollen Nachnutzung interessiert. Schließlich handelt es sich um ein Terrain mit vielen Vorzügen.

Bernkastel-Kues. Anfang dieser Woche hat Aldi sein neues Geschäft in der Cusanusstraße in Bernkastel-Kues in Betrieb genommen. Der vorherige Standort in der Friedrichstraße ist somit verwaist.

Dieser Zustand soll aber nicht lange andauern. Die Stadt hat ein Vorkaufsrecht auf das dem Discounter gehörende Gelände. "Wir kümmern uns um die Nachnutzung, damit wir dort etwas Adäquates hinbekommen", sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Port.

Als Käufer möchte die Stadt allerdings nicht unbedingt auftreten. Sie will vielmehr einen Investor beibringen, der dann mit Aldi über den Verkauf des circa 5000 Quadratmeter großen Geländes verhandelt.

Dieser Investor könnte auch schon gefunden sein. Er hat seine Absicht bekundet, auf dem Gelände eine barrierefreie Niedrig-Energie-Wohnanlage zu errichten. Mit einem Innenhof und unverbaubarem Blick auf die Burg Landshut. Am Donnerstagabend hat sich der Bauausschuss erneut mit dem Thema beschäftigt.

Nach Auskunft des Stadtbürgermeisters, der von einem "hochinteressanten Projekt für die Stadt" spricht, hat das Gremium die Pläne wohlwollend aufgenommen. "Allerdings müsste bei der Dachform noch nachgebessert werden", erläutert Port.

Der luxemburgische Investor plane, so der Bürgermeister, den Bau von 20 bis 24 Wohneinheiten auf drei bis vier Stockwerken, die durch Aufzüge verbunden werden. Die Größe der Wohnungen dürfte zwischen 65 und 130 Quadratmetern liegen.

Zusätzlich soll es Platz für Dienstleister geben. Eine Tiefgarage soll die Autos der neuen Besitzer aufnehmen. Das seit Anfang der Woche leer stehende Gebäude würde natürlich abgerissen, bevor die Arbeiten beginnen können

Das Gelände sei ideal, sagt Port. Ärzte, Apotheken, Supermarkt sowie weitere Dienstleister und Geschäfte seien bequem und in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.

Interessant sei das Projekt natürlich auch, weil der Investor eine Anlage errichten wolle, die sich durch niedrigen Energieverbrauch auszeichne. Das sei in Zeiten steigender Energiepreise ein wichtiges Zeichen an Kaufwillige.

Ein barrierefreies Bauen gewährleiste zudem, dass auch ältere und behinderte Menschen lange ein eigenständiges Leben führen können. Deshalb ist Port auch zuversichtlich, dass die sicherlich nicht ganz billigen Wohnungen Abnehmer finden würden.