Legionellen bekommen Besuch

WITTLICH/WENGEROHR. (mai) Gestern besuchte Berthold Engelhardt, Leiter des Kompetenzzentrums Trinkwasserhygiene beim Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in Mainz, die Bereitschaftspolizei (Bepo).

"Ich beschäftige mich schon seit 20 Jahren mit Legionellen, ich kann Ihnen einiges erzählen." Berthold Engelhardt von der LBB klingt nicht gerade glücklich, wenn er von den Bakterien spricht, "denen man mit Logik nicht zu Leibe rücken kann". Immer mal wieder sind Legionellen, die auch im Trinkwasser vorkommen, ein Problem in großen Wasserversorgungssystemen. Die Ursachen sind vielfältig, eine große Schwierigkeit sind Stillstände im Wassersystem. Im Dezember waren einige Ausreißer bei den Legionellenwerten in den drei Beherbergungsgebäuden der Wengerohrer Bepo gemessen worden (der TV berichtete). Die Konzentrationen waren leicht erhöht. Der LBB hat reagiert und im Rahmen der laufenden Sanierung weitere Neuerungen veranlasst. Duschköpfe wurden ausgetauscht und die Desinfektionsanlagen überprüft. An letzteren wurden Mängel festgestellt und behoben. Um die Neuerungen in Augenschein zu nehmen, war Engelhardt nach Wengerohr gekommen. Kürzlich hat der LBB im Kampf gegen die Legionellen außerdem Armaturen mit Zwangsspülungen eingebaut sowie die Betriebstemperatur des Wassers von 40 auf 60 Grad erhöht. Bei einer Dauererhitzung auf 60 Grad sterben die Legionellen, die die gefährliche Legionärskrankheit auslösen können, ab.