Lehrer tauchen nicht ab

Zum Artikel: "Schulentscheidung will Weile haben" (TV, 20. Juli) meint dieser Leser:

Die von Ihnen vertretene Ansicht zu dem Thema: "Schulentscheidung will Weile haben", empfinde ich, insbesondere bezogen auf das der Lehrerschaft des PWG in den Ferien unterstellte "Wegducken und Abtauchen" , als unzutreffend.

Aus Sorge um eine effektive Bildungsmöglichkeit und aus Verantwortung für ein intaktes, geschlossenes Schulsystem haben Eltern, Schüler und Lehrer dafür demonstriert, das PWG am jetzigen Standort zu belassen und - wie schon zugesagt - endlich zu verbessern.

Und vor allem wurde gegen das Auseinanderreißen und die dadurch unausweichliche Schwächung eines effizient und erfolgreich geführten Bildungssystems demonstriert.

"Hauptsache schöne Ferien!" Von dieser den Lehrkörpern unterstellten Geisteshaltung, und ich beziehe mich auf meine eigenen Erfahrungen im Umfeld des PWG, ist zum Beispiel die Schulleitung und Lehrerschaft des Peter-Wust-Gymnasiums weit entfernt.

Die seit Jahren schwierige Situation am PWG führte nicht zuletzt dazu, dass die Leitung des Gymnasiums mit Unterstützung etlicher Lehrer auch in den Ferien ihre Freizeit mehrere Wochen opfert und unter anderen Aufgaben intensiv und zeitaufwendig auch daran arbeitet, einen extrem komplizierten Stundenplan zu erstellen, der die vorgegebene Raumknappheit mit der berechtigten Forderung von ungefähr 1000 Schülern für dennoch optimale Bedingungen koordinieren soll.

Für ihren sicherlich gut gemeinten Ratschlag, "dass man sich auch in den Ferien Gedanken über die Zukunft seiner Schule machen kann und aktiv agiert, anstatt in defensiver Grundhaltung zu verharren!", gibt die engagierte Lehrerschaft des PWG ein außergewöhnliches, hervorragendes und auch für mich überraschend ungewöhnliches Beispiel.

Wilfried Bach, Wittlich

Schule