Lehrerwohnhaus weicht Wendeplatz und Kindergarten

Lehrerwohnhaus weicht Wendeplatz und Kindergarten

Der Ortsgemeinderat Berglicht hat in seiner jüngsten Sitzung ein Ingenieurbüro für den Ausbau von Innerortstraßen beauftragt. Das Vorhaben schließt auch einen neuen Wendehammer am Kindergarten mit ein.

Berglicht. Die Industriestraße und die Straße "Im Berg" sehen besseren Zeiten entgegen. Die Gemeinde hat ein Ingenieurbüro mit Planung und Kostenermittlung beauftragt.
Bevor es an den Ausbau geht, wird laut Ortsbürgermeister Gerhard Oberweis zu einer Anliegerversammlung eingeladen werden. Denn auch diese Straßen soll wie bisher in Berglicht üblich mit 60-prozentiger Beteiligung der betroffenen Bürger ausgebaut werden. Angestoßen hat das Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerung ein nun vorliegender Bewilligungsbescheid des Landes. Mainz beteiligt sich am Abriss des Lehrerwohnhauses in Verbindung mit dem dort neben dem Kindergarten geplanten Wendeplatz. 2013 sollen 39 000 Euro fließen für den Wendehammer "Im Berg", ein Jahr später 37 000 Euro. Insgesamt sind Abriss und Wendeplatz mit 150 000 Euro kalkuliert.
Die geplante Erweiterung der Kindertagesstätte muss derweil den Ausgang der Kommunal- und Verwaltungsreform abwarten. Sollte die Verbandsgemeinde Thalfang künftig Geschichte sein, würde das auch für den heutigen Träger, den Kindergarten-Zweckverband mit den Mitgliedern Berglicht, Breit, Büdlich, Schönberg und Neunkirchen gelten. Denn Breit und Büdlich wollen zur VG Schweich wechseln, Neunkirchen will zur VG Hermeskeil.
Auch in einer Einheitsgemeinde mit Morbach würde es keinen Zweckverband mehr geben. Daher ist derzeit nicht abzusehen, wie das Vorhaben, das dem Rechtsanspruch Einjähriger auf einen Kindergartenplatz Rechnung tragen soll, letztlich finanziert werden wird. Die Umbaukosten belaufen sich laut Planung auf 1,4 Millionen Euro. Davon müsste die Standortgemeinde nach Abzug von erwarteten 200 000 Euro Zuschuss 67 Prozent tragen. Vor dem Hintergrund der anstehenden Gebietsreform hat bisher jedoch nur Schönberg dem Vorhaben zugestimmt (der TV berichtete).
Weniger schwierig dürfte es werden, im Pfarrhaus einen Jugendraum herzurichten. Denn dort hatte sich der Nachwuchs des Dorfes schon vor Jahren eingerichtet. Ein ursprünglich vorgesehener Raum im neuen Dorfgemeinschaftshaus hat sich als nicht optimale Variante erwiesen. Denn er wird auch anderweitig genutzt, so dass er nur bedingt zur Verfügung steht, was für Verdruss bei den jungen Leuten sorgte.urs

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