Leistungen und Angebote aus einem Guss
Speziell am Sonntag wurden die 76 Aussteller der Gewerbeschau auf dem Kueser Plateau förmlich überrannt. Das Motto "Miteinander statt gegeneinander" schwebte drei Tage über der Ausstellung.
Bernkastel-Kues. Es scheint so, als wolle der Werbekreis Bernkastel-Kues den immer noch keine Ruhe gebenden Winter bei der dreitägigen Gewerbeschau mit aller Macht verbannen. Gleich beim Haupteingang stimmen Garten- und Terrassenmöbel, Strandkörbe und Grills die Besucher auf wärmere Zeiten ein.
Die Leute, bis Sonntagabend wächst ihre Zahl auf etwa 20 000, sind heiß auf diese Zeit, obwohl es draußen immer noch bitterkalt ist. Kurt Müllers, dessen Heimcenter in Morbach steht, liefert am Abend des zweiten Tages auf dem Nachhauseweg gleich vier verkaufte Stühle als Geburtstagsgeschenk nach Andel. Müllers ist froh, dass er erstmals in Bernkastel-Kues dabei sein kann. "Das Publikum ist sehr interessiert", sagt er.
"Miteinander statt gegenein ander". Diese drei Worte sind mehrfach während der dreitägigen Ausstellung zu hören und zu spüren. Die Konditormeister Norbert Hansen und Peter Böhm, sonst in verschiedenen Betrieben beheimatet, stehen gemeinsam hinterm Stand und verkaufen Kuchen, Eis und Crêpes. Der Meisterring Mittelmosel, dem acht Betriebe angehören, demonstriert an einem Gemeinschaftsstand den Hausbau aus einem Guss. Und die vier großen Autohändler (Bach, Kappes, Steinmetz, Metzen) aus Bernkastel-Kues und Monzelfeld ziehen ebenfalls an einem Strang "Es geht nur miteinander", sagt Edwin Kappes.
Wolfgang Pastor, Vorsitzender des Werbekreises und als Raumausstatter auch vertreten, läuft bereits am Abend des zweiten Tages mit zufriedener Miene über das Gelände. "Ich habe schon mehrere feste Termine gebucht", sagt er.
Die Besucher loben die Angebots-Vielfalt. "Ums Haus rum ist immer was zu tun", sagt Hildegard Engels (Kesten), die sich besonders für das Handwerk interessiert. "Man bekommt Informationen, die man sonst nie erfährt", erklärt Marita Burbach (Erden). "Ein beeindruckendes Angebot", sagt Hans-Albert Kraemer (Morbach).
Alfons Kuhnen, bei der Kreisverwaltung für Wirtschaftsförderung zuständig, berichtet von Gesprächen mit Besuchern, die gar nicht wussten, welche Vielfalt an Betrieben es in der Region gibt. Wohl dem, der sich diese Angebote bereits am Freitag oder Samstag zu Gemüte führt! Am Sonntag ist in den Nachmittagsstunden kaum ein Durchkommen auf dem Gelände. Noch um kurz nach 15 Uhr, drei Stunden vor Ausstellungsende, berichtet die Polizei von Rückstaus. Die Kapazität der Parkplätze auf dem Plateau ist bereits zur Mittagszeit erschöpft. Die Autofahrer werden ins Gewerbegebiet geleitet. Von dort fahren Busse die Besucher zum Gelände. "So viel Betrieb hatten wir sonntags noch nie", sagt Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues.