Leitfaden für Neubürger

Der Sorge um die demografische Entwicklung begegnet Gonzerath mit Kreativität. Der Morbacher Ortsbezirk wird Neubürger demnächst mit einer Begrüßungsmappe willkommen heißen.

Gonzerath. (urs) Mit einer "Begrüßungsmappe" in hoffnungsvollem Grün werden künftige Gonzerather Neubürger willkommen geheißen. In der Mappe finden sie alles Wissenswerte über den Ort mit seiner intakten Infrastruktur. So etwa, dass es im Kindergarten 25 Ganztagsplätze gibt und auch Zweijährige aufgenommen werden. Und sie erhalten einen Überblick über Geschäfte, Bäckerei und Metzgerei sowie Gewerbe-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe.

Tankstelle, Fahrschule und Friseur sichern den seit Jahren um die 1200 Bürgern sehr viel mehr als die übliche Grundversorgung. Heimat-, Sport- und Gesangverein gewährleisten mit den Karnevalisten, der Feuerwehr und den Schützen ein vielfältiges kulturelles Leben, das die Jugendgruppe "Besenbinner" oder regelmäßige Seniorentreffs abrunden.

"Die Infrastruktur stimmt", verweist Ortsvorsteher Dietmar Thömmes auf die flächendeckende Versorgung mit dem schnellen Datennetzzugang DSL. Umso wichtiger ist es ihm, sich um neue Mitbürger zu kümmern.

Im Schnitt verzeichne Gonzerath monatlich etwa drei Zuzüge von Familien. Die Begrüßungsmappe, die er oder sein Stellvertreter Alex Mettler mit Vereinsvertretern überreichen wollen, solle diesen als kleine Orientierungshilfe dienen. Denn neben Fotos und Telefonnummern der Ortsbeiratsmitglieder enthält die Mappe auch Hinweise auf Schackberghalle, Dorfplatz, Spielplätze und Wanderwege.

Vorerst werden 15 Mappen zusammengestellt, was der Morbacher Ortsbezirk aus seinem Budget finanziert. Betriebe und Vereine können sich kostenlos in der gut 20-seitigen Mappe präsentieren, wobei sie freie Gestaltungswahl haben. So will Metzger Alex Mettler einen Gutschein mithineinpacken. Für die Optik der Mappe zeichnet Volker Baranowsky verantwortlich, Schriftführer des Gesangvereins. Hauptsächliches Ziel sei, dass sich Neubürger nicht durchfragen müssten, wo was im Dorf zu haben sei.

Dass die Neubürger dabei so ganz nebenbei von den noch vorhandenen Bauplätzen erfahren und von den Arbeitsplätzen am Ort, kann dem Dorf nur zugutekommen.

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