Lesen, lesen, lesen

Zur Debatte um die Scherl-Ausstellung im Meistermann-Museum in Wittlich meint dieser Leser:

Es ist schon sehr amüsant, wie die Initiatoren der Scherl-Ausstellung argumentieren. Falls Frau Reuther über dessen Zusammenarbeit mit dem NS-Regime nicht viel weiß, dann kann man nur raten zu forschen. Also: lesen, lesen, lesen. Herrn Meistermann zum Widerstandskämpfer hochzustilisieren und dies als Legende zu entpuppen, ist schon Demagogie. Die FWG-Fraktion verzichtet gerne auf den Museumsnamen mit dem Hinweis, dass dort Eintrittskarten verkauft und Touristen informiert werden. In Köln werden im Museum auch Eintrittskarten verkauft und der Tourist, der nach dem Dom fragt, erhält auch eine Antwort. Der neue Name "Historisches Rathaus-Museum für moderne Kunst" ist mit ungefähr 100 gleichnamigen Museen so unverwechselbar, dass wohl jeder Tourist gelangweilt an Wittlich vorbeifahren wird. Zumal es sich bei moderner Kunst dann um Werke von Herrn Scherl und den von Herrn Jacoby jurierten Hobby-Kunst aus dem Wittlicher Land handelt. In einem solchen Museum werden garantiert keine Eintrittskarten mehr verkauft. Ich persönlich war nur einmal in Wittlich; der Grund: ein Besuch des Georg-Meistermann-Museums.

Norbert Küpper, Köln

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