Entsorgung : Unverschämt, unzumutbar und unverhältnismäßig

Die Preiserhöhung der A.R.T. erzürnt zahlreiche Bürger. Hier einige weitere Reaktionen von TV-Lesern.

Zu Lasten der Bevölkerung

Die von Herrn Georg Schermann aus Eckfeld vorgetragene Empörung über die allzu üppige Erhöhung der Müllgebühren kann ich nur unterstützen. Wenn ein Wirtschaftsunternehmen wie die A.R.T. versucht, so viel wie möglich für seine Leistungen einzunehmen, ist das noch verständlich und in gewissem Rahmen auch legal.
Der eigentliche Skandal zeigt sich allerdings in der Tatsache, dass unser Kreistag einer derart übertriebenen Preissteigerung auch noch zustimmt. Wohl gemerkt: Es handelt sich um die von uns Bürgern gewählten Vertreter im Kreistag, von denen wir doch eigentlich erwarten sollten, dass sie unsere Belange vertreten. Eine Gebührenerhöhung von rund 28 Prozent zu Lasten der Bevölkerung wird in diesem Gremium scheinbar anstandslos durchgewunken.
Das Ganze gipfelt dann in der nachträglichen Argumentation, man müsse für diverse Erdaushublager „Geld auf Seite legen“. Es ist doch so, dass diese Erdaushublager in erster Linie von gewerblichen Unternehmen genutzt werden. Dann geht doch der gemeine Bürger davon aus, die Kosten für die Entsorgung von Erdaushub würden durch entsprechende Gebühren vorort finanziert und nicht von der Allgemeinheit.
Gestiegene Kosten decken ist eine Sache, aber „Geld auf Seite legen“ über total übertriebene Gebührenerhöhungen geht gar nicht! Letztlich ein weiterer Beitrag zum Thema, wie sich Politik von ihren Bürgern verabschiedet und sich bei nächster Wahl verwundert die Augen reibt, wo denn die guten Wahlergebnisse geblieben sind.

Norbert Kröffges, Wallscheid

Total übertrieben

Wir sehen es als total übertrieben, diese Gebührenerhöhung in Höhe von 28 Prozent auf den Bürger umzulegen. Kein Arbeitnehmer hat eine Lohnerhöhung in dieser Höhe. Warum muss soviel Geld für die Vorsorge zur Nachsorge auf die Seite gelegt werden. Wir brauchen uns alle nicht zu wundern, wenn in Zukunft noch mehr Müll in der gesamten Natur liegt und das bei unserem tollen Nationalpark Hunsrück.

Margit Merten, Morbach-Rapperath

Zu viel

Wir finden die Erhöhung auch zu viel. Man kann nicht einfach um 28 Prozent erhöhen. Wie fällt dann die nächste Erhöhung aus? 40 Prozent? In vielen Bereichen gibt es Erhöhungen, aber dort gibt es auch Deckelungen, dass man erst mal um zwei oder drei Prozent erhöhen darf.

Familie Jakobs, Berglicht

Unverhältnismäßig

Die Erhöhung der Abfallgebühr ist unverhältnismäßig. Eine Erhöhung von maximal acht Prozent wäre vertretbar, der Bürger wird nur ausgenutzt.

Wolfgang Mohsler, Zeltingen-Rachtig

Dumme Antworten und Ausflüchte

Ich habe auch die Tage meine Abrechnung der A.R.T. bekommen. Wir sind ein Haushalt mit sechs Personen und haben eine 240 Liter große Mülltonne. Bei dieser sind in der Grundgebühr zwölf Leerungen im Kalenderjahr mit enthalten. Die Grundgebühr wurde von 175,20 Euro  auf 224,40 Euro erhöht. Eine Unverschämtheit. Zumal für Trier schon die Aussage gemacht wurde, dass die Gebühren die nächsten zwei Jahre stabil bleiben. Da wir die Tonne eh meist nur halb gefüllt haben, wollte ich eine kleinere 120-Liter-Tonne haben. Das ist aber nicht möglich, da wir ja ein Sechs-Personen-Haushalt sind. Und eine 120-Liter-Tonne gibt es nur bis maximal vier Personen. Es ist scheißegal, ob wir die nur halbvoll alle vier Wochen rausstellen oder nicht. Also werden wir quasi bestraft, weil wir weniger Müll produzieren, als erwartet wird. Zudem ist es eine Frechheit, dass eine 120-Liter-Tonne die 14-tägig geleert wird, günstiger ist als eine 240-Liter-Tonne, die alle vier Wochen geleert wird. Aber was will man machen? Als normaler Steuer zahlender Bürger ist man eh immer der Gearschte, und auf Beschwerden gibt es eh nur dumme Antworten und Ausflüchte.

Bernd Weiskopf, Kinheim-Kindel

Das ist Abzocke

Ich kann Herrn Schermann gut verstehen, auch ich bin Rentner und mich trifft es genau so hart. Eine Anpassung von acht bis neun Euro wäre ja noch vertretbar. Aber das ist Abzocke. Würden die Renten und Löhne auch so steigen, dann könnte man es auch verkraften.

Rudolf Kautenburger, Veldenz

Das ist Wucher

Die Müllgebührenerhöhung ist Wucher. 28 Prozent auf einen Schlag. Wir leben in einer „Nimm-so-viel-wie-Du-kannst-Gesellschaft - und wir Bürger müssen stillhalten, nach dem Motto: „Aushalten, Durchhalten, Maul halten!” Da muss ich leider die Frage stellen: Bonusgehälter in den Chefetagen? Sie machen einigen Konzernen Konkurrenz, wie zum Beispiel VW, Daimler und Co. Das ist eine Einladung für Bürger, die es mit Müll nicht so genau nehmen, siehe 60er Jahre, sie entsorgen den Müll heute illegal! Mit dem Unterschied, dass es noch Anfang der 60er-Jahre keine Mülltonne gab, zumindest auf dem Hunsrück war es so. Ich las den Artikel nicht nur einmal, auch nach dem dritten Mal ändert sich meine Meinung nicht. Ich muss Herrn Schermann Recht geben, grundsätzlich nichts gegen eine Erhöhung, aber 28 Prozent ist Wucher!

Gaby Hörzer, Morbach

Zwei Möglichkeiten

Ich melde mich wegen der unverschämten Müllgebühren Erhöhung von 28 Prozent. Wer hat 28 Prozent Lohn- oder Rentenerhöhung? Diejenigen die solchen Erhöhungen zustimmen, gehen an der Realität vorbei und haben privat genug Geldeinnahmen. Dass sich alles erhöht, ist klar, aber nicht in diesem Maß. Der Normalbürger muss sich auch nach seinen Einnahmen richten. Also habe ich am 3. März 2018 sofort fristgerecht nach Erhalt des Gebührenbescheides schriftlich Widerspruch (Einschreiben mit Rückschein) beim Zweckverband Abfallwirtschaft in Trier eingelegt. Die Antwort vom 9. März 2018 laut Satzungen schriftlich wortwörtlich: „Vor dem Hintergrund der vorstehend gemachten Ausführungen geben wir Ihnen Gelegenheit, den Widerspruch bis zum 29.03.2018 zurückzunehmen. Wird der Widerspruch nicht zurückgenommen, weisen wir Sie vorsorglich darauf hin, dass ein kostenpflichtiger Widerspruchsbescheid erlassen wird.“ Ich habe zwei Möglichkeiten: 1. ich nehme den Widerspruch zähneknirschend zurück und habe meine Ruhe. 2. der Widerspruch wird von der A.R.T. gelöscht. Die Kosten werden mir in Rechnung gestellt. Wie sieht es mit unserer Demokratie aus? Kann jeder abzocken wie es ihm passt? Solche Praktiken sollten die Bürger schon wissen.

Marlies Geibel, Piesport

Einfach zu hoch

Zu hoch. Fünf Prozent hätten gereicht.

Theo Bollig, Osann-Monzel

Unverschämtheit

Unverschämtheit: 28 Prozent Erhöhung für die Mülltonne. Das muss gestoppt werden. Zehn Prozent ist schon viel.

Wolfgang Moseler, Bengel

Keine Antwort

Was für eine Frage! Eine Erhöhung um 28 Prozent ist eine Unverschämtheit. In der freien Wirtschaft ist so etwas nicht möglich, aber da gibt es ja auch Konkurrenz und Politiker sind in der Regel fern. Nach der Biomülltüte eine weitere negative Erfahrung für den Bürger. Die Verdrossenheit wächst so stetig!
Übrigens hatte ich vor Wochen schon A.R.T. wegen des Nonsens der Biotüte geschrieben und nie eine Antwort erhalten, obwohl angesagt war: Alle Eingaben werden beantwortet.

Christoph Unkelhäußer, Gornhausen

Unverschämtheit

Diese Müllgebührenerhöhung von rund Prozent der A.R.T. ist ein Unverschämtheit und unser „lieber" Kreistag des Landkreises Bernkastel-Wittlich hat dieser Abzocke

zugestimmt. Viele Bürger werden sich bei der nächsten Wahl des Landkreises dieser Abzocke sehr erinnern und sich sehr überlegen, wen sie zukünftig wählen wollen.

Adi Kaspari, Wittlich

Unzumutbar

Man mus dem kleinen Bürger lange genug etwas einreden, dann glaubt er alles, was in der Zeitung steht. Aber wir kriegen ja im Juli eine kleine Rentenerhöhung von ein paar Euro, da kann man ruhig 30 Euro an die A.R.T. bezahlen. Egal welche Bescheide uns ins Haus flattern, das Ganze ist unzumutbar.

Brigitte Schmidt, Thalfang

Mülltrennung? Nein danke!

.... und was sollen eigentlich die blöden Aufregungen? Ist doch kein Thema. Hier gilt in Zukunft: Mülltrennung? Nein danke!

Werner Gall, Enkirch