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Letztes Puzzle-Teil wird eingefügt

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MORBACH. Lange erwartet, geht es jetzt endlich los: Das letzte Puzzlestück im Zusammenhang mit der Morbacher Ortskernsanierung wird in Angriff genommen. Teile der Birkenfelder Straße und der Reitergasse sollen gestalterisch an den Unteren und Oberen Markt sowie die Bahnhofstraße angepasst werden. Die Bauarbeiten sollen zwei Monate dauern.

Die Morbacher Ortskernsanierung war ein Großvorhaben, das sich über mehrere Jahrzehnte hinzog. Vor kurzem wurde das zweitletzte Puzzleteil hinzugefügt: die Kreuzung Hebegasse/Bahnhofstraße. Wird die aktuelle Baustelle beendet, ist das Großprojekt endgültig abgeschlossen. Teile der Birkenfelder Straße (K 122) von der Eisdiele bis zur Arbeitsagentur und der Reitergasse erhalten ein neues Gesicht und sollen gestalterisch ans Umfeld angepasst werden. Dass das Projekt erst 2006 angegangen wurde, hat seine Gründe. Denn ursprünglich war gedacht, das neue Morbacher Rathaus in diesem Bereich zu bauen. Als der Standort für das Verwaltungsgebäude vom Tisch war, entstand an der fraglichen Stelle die Geschäftspassage "Neue Mitte". Mit der Neugestaltung wurde die Fertigstellung abgewartet. Anschließend musste neu geplant werden. Ursprünglich wollte man bis zur Morbacher Kirmes fertig sein. Doch erst jetzt wurde begonnen. Das könnte vor allem wegen der Landeszuschüsse problematisch werden. Denn das Vorhaben muss laut Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier in diesem Jahr fertiggestellt und abgerechnet werden. Allerdings hat Bürgermeister Gregor Eibes in Trier nach eigener Aussage um Aufschub geboten. Die Bagger sind angerückt. Die Straßen sind aufgerissen. Autofahrer müssen sich in den nächsten Wochen auf Behinderungen einstellen. Auch die Anlieger müssen sich in Geduld üben, denn erneuert werden auch die Wasserleitungen inklusive der Hausanschlüsse. Ohne Wasser bleibt nach Auskunft von Werksleiter Jürgen Schabbach jedoch niemand. Eine Notversorgung soll genau das verhindern. Erst anschließend geht es an die Straße und an die Gehwege. Die Gesamtbauzeit soll zwei Monate betragen. Kreuzung ist nicht gerade übersichtlich

Die Birkenfelder Straße erhält neue Gehwege. Die Straße wird nach Angaben von Matthias Schabbach von der Bauabteilung verschwenkt, und auf beiden Seiten längs der Straße entstehen Parkplätze. Auch die Einmündung der Reitergasse ändert ihr Aussehen: Für Fußgänger wird eine Überquerungshilfe eingerichtet. Und die Vorfahrt verläuft von der Birkenfelder Straße aus Richtung Altes Feuerwehrhaus in die Reitergasse. Wer aus Richtung Ortsmitte kommt, muss die Vorfahrt achten. Damit will man laut Schabbach eine größere Verkehrssicherheit gewährleisten. Denn die Kreuzung sei nicht gerade übersichtlich. Allerdings, eine Einbahnstraße sei dort trotz anders lautender Gerüchte nicht vorgesehen, versichert Schabbach. Die Umgestaltung der Gehwege und Straßen wird rund 168 000 Euro kosten. Während die knapp 53 000 Euro teuren Wasserleitungen komplett Gemeinde-Angelegenheit sind, fördert das Land die Umgestaltung der Straßen mit 75 Prozent und die Gehwege mit 65 Prozent.