Leukämiekranker wieder zu Hause

Der an Leukämie erkrankte 28 Jahre alte Traben-Trarbacher Sebastian ist wieder zu Hause bei seiner Familie. Am 7. März waren ihm in der Mainzer Universitätsklinik erfolgreich Blutstammzellen transplantiert worden.

Traben-Trarbach. Eine sehr schwere Zeit liegt hinter dem jungen Mann, und auch die kommenden Monate werden ihm noch viel Kraft abverlangen. Im September vergangenen Jahres war bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert worden, und wenig später folgte ein weiterer Befund: Sebastian hatte überdies Leukämie.
Dieses Krankheitsbild mit beiden Krebsarten gibt es weltweit bisher nur 100 Mal.
Der erste Krebs wurde in einer Trierer Klinik mit einer Chemotherapie zunächst erfolgreich behandelt, dann begann die Suche nach einem geeigneten Stammzellspender, die von einer Welle der Hilfsbereitschaft begleitet wurde (der TV berichtete mehrfach). Groß waren die Freude und die Erleichterung, als endlich ein Stammzellspender gefunden und Sebastian am 5. März in die Mainzer Uniklinik eingeliefert wurde, wo er zwei Tage später das Transplantat erhielt. "Er hat schlimme Phasen durchlitten, es ist ihm richtig schlecht gegangen", weiß seine Patentante Heike Schumacher. In dieser Zeit war seine Mutter fast täglich an seiner Seite. Vor der Transplantation muss das gesamte blutbildende System zerstört werden, und damit fehlt dem Patienten auch das Immunsystem. Banale Infekte können dann lebensbedrohlich werden.
Die Mainzer Ärzte zeigten sich zufrieden nach der Transplantation. "Alle Werte sind in Ordnung", sagt Heike Schumacher erleichtert. Allerdings stehe Sebastian weiterhin unter ständiger Beobachtung und müsse in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle der Blutwerte nach Mainz. Am Karfreitag wurde er nach Hause entlassen und ist nun froh, wieder bei seiner Familie zu sein. "Er kann allerdings nur wenig essen, ist noch schlapp und hat zwischendurch Fieber", sagt die Patin. Der Genesungsprozess werde noch eine Zeit lang dauern, aber Sebastian gehe schon mal eine Runde spazieren, müsse Menschenansammlungen allerdings meiden.
Besorgt ist die Familie, weil die erste Krebserkrankung, die erfolgreich bekämpft schien, zurückgekehrt ist. Sebastian muss sich nun noch in Trier einer Bestrahlungstherapie unterziehen, aber alle sind zuversichtlich, dass der junge Mann auch diese schwere Hürde erfolgreich meistern wird.

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