Lichtschimmer am Ende des Tunnels

MINHEIM. (urs) Auch kleine Projekte bringen einen Ort voran. In Minheim sind daher neben einem neuen Bootsanleger Verbesserungen im Bürgerhaus sowie der zweite Rettungsweg für den Kindergarten geplant.

Ein Loch im Haushalt ist für Minheim nichts Ungewöhnliches. Schon seit Jahren überragen die Ausgaben der Gemeinde die zur Verfügung stehenden Einnahmen. Doch in diesem Jahr gibt es endlich wieder Grund zur Hoffnung, dass dies vielleicht doch nicht immer so bleiben wird. Ohne die Altlasten aus 2004 würde sich das Minheimer Zahlenwerk nämlich mit einem kleinen Überschuss von rund 1700 Euro präsentieren. "Es ist ein kleiner Lichtschimmer am Ende des Tunnels zu sehen", kommentiert Ortsbürgermeister Hans-Werner Mertes zuversichtlich. Was ihn aber nicht daran hindert, die hohen Umlagen von Kreis und Verbandsgemeinde zu kritisieren. "79,5 Prozent unserer Einnahmen müssen wir an die beiden Körperschaften abgeben", mahnt er mehr Spielraum zum Gestalten an. Von beiden Verwaltungen wünsche er sich, dass sie "ebenfalls ihre Etats konsolidieren und nicht permanent den Gemeinden das Wasser abgraben". Angesichts ihrer finanziellen Lage backen die Minheimer in diesem Jahr nur kleine Brötchen. Am meisten Geld wird in Verbesserungen des Bürgerhauses gesteckt. Für 25 000 Euro soll der Saal eine Schallschutzdecke erhalten und das große bleiverglaste Cusanus-Fenster ein Sicherheitsglas. Außerdem wird im Außenbereich der Weg zum Proberaum neu gepflastert. Für den neuen Bootsanleger sieht Minheim eine Summe von 13 000 Euro vor, und der vorgeschriebene zweite Rettungsweg für den Kindergarten wird zirka 10 000 Euro kosten. Hierzu wird der Kreis voraussichtlich 30 Prozent beisteuern. Die Gebühren und Steuerhebesätze bleiben 2006 für die Bürger unverändert.

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