Lidl kommt, Kreisel nicht

Wenn der neue Supermarkt im Sommer im Salmtaler Gewerbegebiet eröffnet, dann wird auch der Verkehr zunehmen. Davon ist Ortsbürgermeister Reinhard Berg überzeugt. Um den Verkehrsfluss besser zu steuern, wünscht sich die Ortsgemeinde einen Kreisel.

Salmtal. Im Sommer wird das Salmtaler Gewerbegebiet Birkenbüsch-Wieschen um einen Supermarkt reicher: Der Discounter Lidl ist dort bereits am Bauen. Der Bauzaun ist aufgebaut, und auch die Bagger stehen bereit: "Im August oder September soll die Filiale in Salmtal fertiggestellt sein", sagt Wilfried Simon, Geschäftsführer der Lidl-Gesellschaft Friedrichsthal, die für Salmtal zuständig ist. "Wie schnell wir vorankommen, hängt jedoch von der Witterung ab." Der Salmtaler Ortsbürgermeister Reinhard Berg freut sich bereits auf die Fertigstellung der Discounter-Filiale: "Dann haben wir ein tolles Gewerbegebiet, von dem auch die umliegenden Ortschaften profitieren." Zwar sei dann auch mit einer Zunahme an Verkehr zu rechnen. Ein Gewerbegebiet bringe so etwas nun einmal mit sich. Aber das Mehr an Dienstleistung wiege das Mehr an Verkehr auf.

Bessere Zugänglichkeit für Gewerbegebiet



Damit der neue Supermarkt und das restliche Gewerbegebiet samt Bahnhof noch besser zugänglich werden, wünscht sich die Ortsgemeinde Salmtal einen Kreisel für den Kreuzungsbereich der Landesstraße 141 und der Straße, die zum Gewerbegebiet führt. "Das ist bislang nur eine Idee, aber wir müssen dahinterbleiben", sagt Berg. In den vergangenen zehn Jahren habe das Verkehrsaufkommen durch das Gewerbe- und Neubaugebiet zugenommen. "Da ist viel los", sagt er. Der Kreisverkehr solle die Verkehrssituation entschärfen und die Überquerung der L 141 sicherer machen. Erste Gespräche seien bereits geführt worden.

Der Landesbetrieb Mobilität Trier teilt indes auf TV-Anfrage mit, dass "keine Veranlassung zur Anlage eines Kreisverkehrsplatzes" bestehe. Bereits mit der Neugestaltung des Gewerbegebiets habe die Gemeinde Salmtal den Wunsch geäußert, dort einen Kreisel zu errichten. "Der LBM hatte damals diese Maßnahme nicht weiterverfolgt, weil sich der Knotenpunkt in einem sehr guten Ausbauzustand befand", so Hans-Michael Bartnick, stellvertretender Leiter des LBM Trier. Dies habe sich bis heute nicht geändert. Einen Kreisverkehr auf Kosten des Landes werde es daher nicht geben. Dies sei bisher auch nicht in Planung gewesen.