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Liss lästert über Männer und Technik im Morbacher Ausschuss

Kolumne : Männer und Technik

Ich will ja nichts sagen, aber Männer sind mit Technik oft überfordert. Waschmaschine, Staubsauger, wenn die Geräte keinen Ölwechsel erfordern und keine Räder haben, sind die Herren oft ahnungslos.

Das trifft nicht nur auf meinen Hermann zu, sondern auch auf seine vielen männlichen Ebenbilder im Morbacher Bauausschuss. Warum ist da eigentlich keine einzige Frau dabei? Die Männer jedenfalls haben in der Baldenauhalle getagt, und die tollen neuen Mikrofone aus dem Sitzungssaal im Rathaus sind dort mit hingewandert. Der Bürgermeister hat ja an fast alles gedacht, hat die Politiker an Mundschutz, Abstand und Desinfektion erinnert. Besser hätte er die Ausschussmitglieder zusätzlich geschult, wie man mit den Mikros umgeht. Also erstens: Man(n) spricht auch mit Mikrofon laut und deutlich, und zweitens – oh Wunder – direkt in das grün leuchtende Ding hinein. Also nicht nur die ersten drei Worte und dann nach rechts oder links. Dann geht der Schall nämlich daran vorbei, und dann nutzt die ganze tolle Technik nichts. Und man stellt die Mikrofone auch nicht auf die andere Tischseite und fläzt sich dann in seinem Stuhl nach hinten, wenn man dem Gremium was zu sagen hat, sondern beugt sich zur Technik vor. Merke: man sollte 1,50 Meter Abstand zu den anderen Gremiumsmitgliedern einhalten, nicht zum Mikrofon. Das sollte man stattdessen direkt vor sich stellen und so nah am Mund haben wie ein schönes Eis, an dem man lecken will.

Nächste Woche ist Gemeinderatssitzung. Bis Dienstag haben die Abgeordneten noch Zeit, das richtige Mikro-Sprechen zu üben. Denn es kommt nicht alleine darauf an, was zu sagen, es kommt darauf an, dass die anderen es auch verstehen. Nicht nur der Bürgermeister vorne, sondern auch die Zuhörer hinten,

sagt eure

Liss