Kolumne Liss : Verkehrschaos

Ich will ja nichts sagen, aber irgendein Politiker hat mal gesagt, es wächst zusammen, was zusammengehört. Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat und warum, aber in den vergangenen Jahren hatte ich mehr und mehr den Eindruck bekommen, das könnte für Hunsrück und Mosel gelten.

Der Morbacher Bürgermeister wohnt auf dem Kueser Plateau, der Traben-Trarbacher VG-Bürgermeister stammt aus Morbach und der Landrat fährt auf seinem täglichen Weg nach Wittlich auch durch das Moseltal. Zudem ist mir der ein oder andere Moselaner am Erbeskopf begegnet, und mein Hermann und ich sind auch schon an die Mosel gefahren, um dort Wein zu kaufen. Aber irgendwo sitzt einer, dem scheint das nicht zu passen. Wie sonst sind die vielen Baustellen auf den Straßen von der Höhe ins Tal zu erklären? Der Burgbergtunnel in Bernkastel-Kues ist schon einige Zeit gesperrt, jetzt kommen die Verbindungen von Traben-Trarbach Richtung Longkamp und Irmenach noch hinzu. Die sogenannte Kaffeestraße zwischen Blockhaus und Hinzerath ist schon ewig lahmgelegt, und die Nebenstrecken wie bei Starkenburg sind wegen der vielen Schlaglöcher meist nur mit einem Geländewagen zu befahren. Wenn dann zwischen Mülheim und Monzelfeld noch ein Laster umkippt, so wie diese Woche, dann ist das Chaos endgültig perfekt. Doch Rettung ist in Sicht. Denn Ende des Jahres soll ja der so genannte Hochmoselübergang fertig gestellt sein. Dann fahren mein Hermann und ich zwar nicht mehr zur Mosel runter, sondern hoch drüber hinweg, direkt in die Eifel. Und wir können dann bei der Fahrt über die Brücke auf die Weinberge runterschauen und in Erinnerungen schwelgen: Weißt du noch, wie schön es damals da unten war…Meint Eure Liss