Lob aus Herings Haus
In Bettenfeld wurden nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Hendrik Hering Landwirtschaft und Naturschutz in Einklang gebracht. Dies wird in einem Faltblatt zum Bodenordnungsverfahren dokumentiert.
Bettenfeld. (mai) Das Mainzer Landwirtschaftsministerium hat ein Faltblatt zum Bettenfelder Bodenordnungsverfahren, das von 1989 bis 2005 lief, herausgebracht. In dem Verfahren wurde der Grundbesitz vor Ort zu größeren Bewirtschaftungseinheiten zusammengelegt. Beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren nennt sich so etwas.Der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Hendrik Hering sagte bei der Vorstellung des Faltblatts: "Im Rahmen des Verfahrens ist es gelungen, landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz in Einklang zu bringen."Die Hauptziele im Bettenfelder Landschaftsplan waren: die Anlage eines Ersatzgewässers (Angelsee) zur Entlastung des Windsbornkratersees, die Vernetzung der Naturschutzgebiete "Reihenkrater Mosenberg" und "Horngraben" und Biotopen sowie die Erhaltung und die Entwicklung von Feuchtwiesenkomplexen."Damit sollten besonders die Eigenarten des regionaltypischen Landschaftsraums nachhaltig gesichert werden", erläuterte der Minister.Mit Hilfe der Bodenordnung sei es gelungen, gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz die vorgenannten Naturschutzprojekte erfolgreich zu realisieren, ohne landwirtschaftliche Betriebe zu benachteiligen. Die Ergebnisse einer ökologischen Effizienzuntersuchung vom Heckenmünsterer Büro Visenda von 2005 hätten belegt, dass sich in Bettenfeld die gefährdete Pflanzen- und Tierwelt stabilisiert und positiv weiterentwickelt habe. Das Ersatzgewässer habe eine breite Akzeptanz bei den örtlichen Angelsportfreunden gefunden und sei heute ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger. Doch auch die Tierwelt nimmt das Gewässer an. Birger Führ, Vertreter des Büros Visenda und außerdem der für die Pflege des Gebiets zuständige Biotopbetreuer, ergänzt: "50 Prozent der Libellenarten des Windsbornkraters kommen auch am Ersatzgewässer vor." Auch für die Amphibien sei dies eine positive Erweiterung des Lebensraums.Die Bettenfelder sind im Übrigen an der Erhaltung der Biotoptypen vor ihrer Haustür direkt beteiligt. Der Angelsportverein Bettenfeld pflegt den Windsbornkrater. Ein Privatmann mäht die Seggenbestände mit der Sichel. Die Wiesen im Vernetzungsgebiet am Horngraben werden von Landwirten gemäht, ein Schäfer lässt seine Schafe dort weiden.Das Faltblatt zum Bettenfelder Bodenordnungsverfahren kann bei der Pressestelle des Landwirtschaftsministeriums unter pressestelle@mwvlw.rlp.de angefordert werden.