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Lob für den Ausbau, aber auch Forderungen

Lob für den Ausbau, aber auch Forderungen

Der idyllische Ürziger Ortsteil Bahnhof/Sengwald hat durch die fertig gestellte Landesstraße L 57 eine Steigerung seines Wohnwertes erfahren. Der Ortsteil, der teils zu Ürzig, teils zu Kinheim gehört, freut sich über die jetzt gut ausgebaute Straße zwischen Kinderbeuern und der Anbindung an die Landesstraße 56 (Ürzig-Bausendorf).

Ürzig/Kinheim. Es bedurfte mehr als neun Jahre, ehe der Planfestsetzungsbeschluss für die Landesstraße L 57 im Ürziger Ortsteil -Bahnhof/Sengwald realisiert wurde. Laut Landesbetrieb Mobilität Trier war der Ausbau der Straße aufgrund unzureichender baulicher und auch verkehrstechnischer Gegebenheiten unbedingt erforderlich.

Einwohner fordern Verkehrsberuhigung



Nach einer Bauzeit von knapp einem Jahr ist die Landesstraße 57 in einer Länge von rund zwei Kilometern in vier umfangreichen Teilbereichen erneuert worden.

In den Ausbau waren folgende Maßnahmen integriert: die Herstellung eines einseitigen Gehwegs auf dem Gebiet der beiden genannten Gemeinden, ein Radfahrweg zwischen Bahnhof Ürzig und der Ortsdurchfahrtsgrenze Kinderbeuern, die Erneuerung der innerörtlichen Beleuchtungsanlage sowie Arbeiten an den unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen der Verbandsgemeindewerke Bernkastel-Kues und Kröv-Bausendorf. Weiterhin beteiligten sich die RWE AG und die Telekom an der Ausbaumaßnahme.

Wie Diplom-Ingenieur Winfried Schmitt vom Landesbetrieb Mobilität Trier ausführte, wurden 1,73 Millionen Euro für den Ausbau des Landstraße aufgewendet. Davon hat das Land Rheinland Pfalz mit 1,5 Millionen Euro den Löwenanteil übernommen. Die Gemeinde Ürzig wurde mit 105 000 Euro belastet, die Gemeinde Kinheim mit 20 000 Euro. Die Verbandsgemeindewerke Bernkastel-Kues hatte 70 000 Euro zu zahlen und die RWE AG 33 000 Euro.

Für die Einwohner des Ortsteils lobte Martin Maas die Bauausführung. Er forderte jedoch im gleichen Atemzug entsprechende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Einige Anwohner sagten: "Die neue Straße wird jetzt oftmals als Rennstrecke missbraucht, das muss sich ändern".

Ortsbürgermeister fordert Ausbau weiterer Straßen



Auch Ürzigs Ortsbürgermeister Arno Simon zeigte sich erfreut über die Baumaßnahme. In dem Zusammenhang forderte er den Ausbau der Straße von Ürzig-Höhe zum jetzt fertiggestellten Anschluss Ürzig-Bahnhof. Damit zusammenhängend soll nach dem erfolgten Planfeststellungsverfahren auch der Radweg bis Ürzig-Bahnhof neu gebaut werden.

Das Planfeststellungsverfahren sieht weiter die Sanierung der maroden Teilstrecke von Ürzig-Bahnhof nach Bausendorf vor.