Löschen nach alter Väter Sitte

Was macht man(n) am Vatertag? Sich seiner Sünden bewusst werden? Wandern? Oder Wallfahrten? Ich jedenfalls wollte trotz Dauerregens mit den Wittlichern an Christi Himmelfahrt nach Klausen wallfahren, leider ohne meine Kumpel.

Und das Beste: Wilma blieb, wohlwissend, dass das eine Männersache werden wird, daheim. Sie war im Haarsalon gewesen und schob ihre Frisur, die sie sich bei dem Wetter nicht ruinieren wollte, vor. Wunderbar. So packte ich meinen eigenen "Messwein" in den Rucksack und zog los. Und kam erst spät, sehr spät wieder zurück. Irgendwie bin ich nach der Messe in der Wallfahrtskirche in einem Gasthaus versackt. Doch das Schönste kommt noch. Denn die Klausener verstehen es wirklich, Vatertag zu feiern. Kurz vor 23 Uhr gingen die Sirenen los. Dann stürmte ein junger Mann mit Bierflasche in der Hand in die Kneipe und rief, der Kirchturm der Wallfahrtskirche würde brennen. Wir liefen alle nach draußen, wo bereits die ersten Feuerwehrwagen eintrafen. Um den orange angestrahlten Turm wallten Schwaden, und etwas wie Funken flog um die am Turm angebrachten Lampen. Doch wieso kreisten die Funken um die Lampen? Dann schaltete jemand die Strahler ab, und sofort verschwand der orangene "Feuerschein". So schnell löschen die Klausener ihre Brände. Der angebliche Rauch war nämlich Wasserdunst, und die "Funken" Motten im Lampenschein. Alles eine optische Täuschung - und das hatte nix mit unseren Bierchen zu tun. Meine Kumpels haben mir jedenfalls versprochen, nächsten Vatertag wieder mitzuwandern - natürlich nach Klausen. Zum Löschen - und sei es nur zum Durst löschen. Bis dann, EuerWilbert hat jetzt auch ein Weblog: www.intrinet.de/blog/landeier

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