Löschen wie vor 100 Jahren: Bei der Feuerwehr Dhronecken ist Muskelkraft gefragt

Dhronecken · Erstmals hat die Feuerwehr Dhronecken ihr Sommerfest innerhalb der Burg gefeiert. Leihgaben aus dem Hermeskeiler Feuerwehrmuseum und ein Wettbewerb mit einer Handspritze von 1920 haben für einen historischen Charakter der Veranstaltung gesorgt.

Da kommen auch gestandene Feuerwehrleute ins Schwitzen: Das Löschen mit der Handspritze von 1920 war früher im Ernstfall eine anstrengende Angelegenheit. TV-Foto: Christoph Strouvelle.

Dhronecken. "Das hat Spaß gemacht. Eine gute Idee. Tipp topp." Stefan Breit von der Feuerwehr aus Bäsch hatte gut lachen. Denn sein Team hatte den Spritzwettbewerb mit einer historischen Handspritze aus dem Jahr 1920 mit 61 Litern gewonnen. Sie setzten sich damit gegen vier andere Mannschaften durch. Die fünf Minuten Handlöschen ließen die technikgewöhnten Feuerwehrleute schnaufen. Wasser in die Handspritze schöpfen und dann mit Hebelkraft durch die Schläuche pumpen war "anstrengend, aber schön", sagt Mario Steinmetz von der Feuerwehr Burtscheid. Es hat Spaß gemacht, findet er.
Die Feuerwehr Dhronecken hatte den Wettbewerb für die fünf angetretenen Feuerwehren mithilfe des Hermeskeiler Feuerwehrmuseums organisiert. Von dort kamen auch die historischen Feuerwehrfahrzeuge, die den Aufgang zur Burg schmückten. Erstmals fand das Sommerfest innerhalb der Burgmauern statt. 400 Gäste zählte Wehrführer Detlef Jochem am Sonntag, die dem Wettbewerb zuschauten oder einfach bei Kaffee und Kuchen das Ambiente der Burg genossen. Am Samstagabend besuchten 200 Gäste das Rockkonzert der Gruppe Endless, eine Zahl, mit der Jochem zufrieden war, "wenn man bedenkt, wie viele Konkurrenz durch andere Veranstaltungen war." Insgesamt sei das Sommerfest kostendeckend gewesen. Für das nächste Feuerwehrfest will Jochem den Standort auf der Burg beibehalten. Die Rahmenbedingungen durch die vorhandene Infrastruktur sind einfach besser, sagt er. cst