Lötzbeuren schafft eine neue Dorfmitte zur Begegnung der Einwohner.

TV-Serie : Neue Mitte soll Dorf wieder so beleben wie früher

Hier bewegt sich was: Ortsbürgermeister Thomas Barth erzählt im Rahmen der TV-Serie „Über die Dörfer“ von den neuesten Vorhaben der Gemeinde Lötzbeuren.

„Derzeit konzentrieren wir uns vor allem auf die Umgestaltung der Dorfmitte. Diese soll das Dorf wieder so beleben wie früher“, sagt der 39-Jährige und weist auf das ortseigene Projekt zur Umgestaltung der Dorfmitte hin. Nachdem beispielsweise der Ofen über 50 Jahre kalt blieb, nahmen die Lötzbeurener 2015 den Betrieb ihres Dorfbackes wieder auf. Mittlerweile, so Barth, sei das Backhaus nicht mehr wegzudenken und wird zur Unterstützung von Veranstaltungen und Festen zum Backen von Brot oder Pizza genutzt. Die EU unterstützte Lötzbeuren mit rund 200 000 Euro Fördergeldern bei der Umgestaltung der Dorfmitte.

„Schulden haben wir derzeit keine. Wir haben sogar einige Rücklagen, sodass wir in der Gestaltung frei sind“, erzählt Barth, der seit 2014 Ortsbürgermeister der Gemeinde ist. Trotzdem habe Lötzbeuren relativ wenig Einnahmen, da im 460-Einwohner-Dorf nur wenige Gewerbe, wie ein Motorradhändler oder ein Blumenbinder, angesiedelt haben.

Geld kam jedoch auch durch den Verkauf und die Verpachtung von Gemeindeland an den Flughafen Frankfurt-Hahn rein. Neben einigen Arbeitsplätzen, die der Flughafen den Lötzbeurenern bietet, sei es schon lange her, dass positive Nachrichten vom Hahn ausgingen, so der Bürgermeister. Zudem schrecke der Fluglärm manche Leute ab, die gern in den Ort ziehen würden. „Deswegen sehen wir im Hochmoselübergang deutlich mehr Chancen für Lötzbeuren als im Flughafen Hahn“, sagt Barth und erwartet deutlich mehr Zuzug über die nächsten Jahre mit der besseren Verkehrsanbindung. Derzeit verfüge das Dorf über ein Neubaugebiet, das um die Jahrtausendwende erschlossen wurde: „Im Moment sind noch sieben Flächen komplett frei und vier sind reserviert. Auf zwei Flächen wird gerade auch gebaut“. Interessant sei die Ortsgemeinde Lötzbeuren, die 1144 erstmals urkundlich erwähnt wurde, sowohl für junge Familien, die im Dorf ihr Eigenheim bauen, aber auch für Städter, die dem Trubel der Stadt entfliehen wollen.

Neben dem Sport- und Musikverein und der Freiwilligen Feuerwehr, ist Thomas Barth auf den Heimatverein ganz besonders stolz: „Der Heimatverein ist sehr aktiv und veranstaltet regelmäßig kleinere Events und größere Feste“. Mit dem jährlichen Weihnachtsfest zum ersten Advent ist der Bürgermeister sehr zufrieden: „Da packen alle Vereine zusammen mit an“. Essens- und Handwerkerstände sowie die Weihnachtsmusik des Lötzbeurener Musikvereins erfreuen dabei auch die Besucher aus den umliegenden Gemeinden, so Barth.

Mehr von Volksfreund