Auszeichung : Lohnendes Lernen

Zum siebten Mal ist der Bernhard-Clemens-Förderpreis für die besten Wittlicher Schüler vergeben worden – in diesem Jahr sogar einmal häufiger als in den Vorjahren.

Jaqueline Hansen hat in diesem Jahr ihr Abitur am Peter-Wust-Gymnasium (PWG) in Wittlich gemacht, als beste ihrer Schule. Im Herbst möchte sie mit einem Studium beginnen, ihrem Master in International Economics. Denn ihren Bachelor in Wirtschaftswissenschaften hat die junge Frau bereits in der Tasche. Diesen habe sie, so PWG-Schulleiterin Monika Metzen-Mirz, bereits während ihrer Schulzeit an der Fernuniversität  Hagen abgelegt.

„Das hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt Jaqueline Hansen, die ab der achten Klasse bereits selbstständig und in kurzer Zeit den Mathematik-Stoff bis zum Abitur durchgenommen hat.

Zum besten Abitur der Stadt haben der jungen Frau nur ein paar Punkte gefehlt. Das hat in diesem Jahr Lucas Linden am Cusanus-Gymnasium abgelegt. Für seinen Abschluss  mit der Note 1,0 habe er nicht „übertrieben viel gelernt“, wie er sagt. „Das war bei mir nicht der Fall,  man muss aber auch eine gewisse Gabe haben“, sagt er und lacht. Und Matthias Joachim Heim vom Technischen Gymnasium (Abischnitt 1,1) pflichtet ihm bei: „Und es hilft, in der Schule aufzupassen und sich die Dinge nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.“ Bevor er das gemacht habe, habe sein Notenschnitt auch anders ausgesehen.

Die drei Abiturienten gehören zu den Schülern (siehe Info), die in diesem Jahr mit dem siebten Bernhard-Clemens-Förderpreis ausgezeichnet wurden. Die Auszeichnung wurde 2012 durch das Unternehmen Clemens Technologies aus Wittlich nach einer Idee von Andreas Burkard, ehemals bester Abiturient der Stadt, ins Leben gerufen. „Seitdem haben wir  96 000 Euro Preisgeld vergeben“, sagt Bernhard Clemens bei der Verleihung der Preise im Weingut Losen-Bockstanz zu den anwesenden  Lehrern,  Eltern und Schülern, von denen in diesem Jahr einer mehr vertreten war: Berivan Ersoy und Till Zwang von der Clara-Viebig-Realschule plus haben bis auf die zweite Stelle hinter dem Komma den gleichen Notendurchschnitt.

Der Preis besteht aus einem frei verfügbaren Betrag in Höhe von 250 beziehungsweise 500 Euro und einem zweckgebundenen Betrag zwischen 2000 und 5000 Euro datiert.

Das Geld darf für einen Auslandsaufenthalt mit sozialem oder beruflichem Hintergrund, für eine Sprachreise oder ein Auslandssemester eingesetzt werden. Bernhard Clemens: „Die deutsche Wirtschaft lebt vom Export. Nichts ist wichtiger, als Sprachen zu sprechen und andere Kulturen zu verstehen und im eigenen Land offen zu werden für Zuwanderung, Flüchtlinge, fremde Geräusche und fremde Religionen.“

Mit dieser Auszeichnung wollten die preisstiftenden Firmen, zu denen neben Clemens Technologies die Elsen Holding und die Neue Apotheke in Wittlich gehören, genau dies unterstützen. Jaqueline Hansen, Lucas Linden und Matthias Joachim Heim wollen genau dies tun: Während Lucas Linden, der ab Herbst Wirtschaftsmathematik studieren will,  und Jaqueline Hansen ein Auslandssemester mit dem Preisgeld realisieren möchten, will Matthias Joachim Heim einen Französischsprachkurs machen und Freiwilligenarbeit in Nepal machen.

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