Luchs Tom hat eine neue Frau gefunden

Luchs Tom hat eine neue Frau gefunden

Im Wildfreigehege auf der Wildenburg bei Kempfeld gibt es Neues zu entdecken. In Kooperation mit dem Naturpark-Saar-Hunsrück gibt es ab sofort geführte GPS-Schatzsuchen und eine neue Wildparkrallye. Zudem ist der einsame Luchs nicht länger allein.

Kempfeld. Die Schatzsuche mit den GPS-Geräten im Wildfreigehege auf der Wildenburg wird in verschiedenen Schwierigkeitsgraden je nach Alter der Kinder und Jugendlichen angeboten. Durch das Lösen eines Rätsels werden die Koordinaten der nächsten Station ermittelt. Eine spannende Sache, da sind sich die Tester einig. Die Programme sind für verschiedene Altersgruppen buchbar.
Wuschel gibt Erläuterungen


Die Wildparkrallye wird "auf dem Papier" gelöst. Auch hier gibt es spannende Rätsel rund um das Wildfreigehege und die Tiere. Die Programme für Schulen und Kindergärten wurden erweitert. Neue Geräte kamen schnell, in Kürze steht auch das "Grüne Klassenzimmer" zur Verfügung. Klaus Görg, Geschäftsführer des Hunsrückvereins, erläutert: "Damit wird der Bereich der Umweltbildung stark ausgebaut. Kinder und Jugendliche können sich intensiv mit der Wildkatzenmappe beschäftigen und viel über die gefährdete Tierart lernen.
Am Fährtengießplatz können die Trittspuren der Wildtiere beobachtet und als Abguss mitgenommen werden. Dabei gibt es fundierte Informationen über die heimische Tierwelt und ihren Lebensraum. Dieses Programm wird vom Naturpark-Saar-Hunsrück gefördert und von der Natur- und Landschaftsführerin Anja Eckhardt geleitet."
Nachdem bei einem Einbruch im Wildfreigehege sämtliche Audioguides gestohlen worden waren, konnte durch die unbürokratische Abwicklung der Versicherung zügig Ersatz bestellt werden, freut sich Görg. 30 Geräte können wieder genutzt werden - in deutscher, niederländischer und englischer Sprache. Es gibt jeweils eine Erwachsenen- und eine Kinderversion.
Die virtuelle Wildkatze Wuschel gibt Erläuterungen zu ihren Mitbewohnern und ihrem Lebensraum im heimischen Wald. Noch ein Grund zur Freude: "Unser Luchs Tom lebte nach dem Tod seiner Gefährtin im vergangenen Jahr allein. Vor einigen Tagen kam eine neue Gefährtin aus einem bayerischen Tierpark zu ihm.
Nach ein paar Tagen getrennter Haltung in benachbarten Gehegen wurden die beiden zusammengelassen. Sie vertrugen sich auf Anhieb, und so ist wieder mehr Leben im Luchsgehege zu beobachten."
Die Anschaffung wurde durch eine Spende eines Bürgers aus Sensweiler, der nicht genannt werden möchte, ermöglicht. Aus Anlass seines 60. Geburtstages hatte er um Geldgeschenke gebeten, die dem Wildfreigehege überreicht wurden. Bereits seit vielen Jahren unterstützt auch die Kreissparkasse das Gehege mit finanziellen Zuwendungen. Gehegeleiter Gisbert Geisler nahm jüngst erneut einen Spendenscheck über 3700 Euro entgegen.
Im Namen des Hunsrückvereins bedankte sich Bürgermeister Uwe Weber für die großzügige Spende. Er betonte die Bedeutung von Sponsoring, Spenden und Tierpatenschaften für das Wildfreigehege. Dieses kann nur etwa 75 Prozent der jährlichen Kosten durch Eintrittsgelder erwirtschaften.
Neue Erlebnisstation


"Ohne finanzielle Unterstützung von Firmen und Privatpersonen wäre der Betrieb des Geheges nicht gesichert. Das Engagement der Kreissparkasse ist eine wichtige Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit des Hunsrückvereins", betont Görg. Die Spende der KSK dient zur Finanzierung einer weiteren lernpädagogischen Erlebnisstation. Es wird ein Hörtrichter installiert, mit dem man die Geräusche des Waldes, der Tiere und insbesondere der Vogelwelt intensiver erleben kann.
Die neue Erlebnisstation ist bestellt und wird in den nächsten Wochen installiert. Als Standort ist der kleine Rundweg am Muffelgehege vorgesehen. Für weitere Erlebnisstationen liegt die Planung vor; hier werden noch Sponsoren gesucht. vm