Lücke wird geschlossen

COCHEM. Der Radtourismus boomt. Dies ist auch an der Mosel zu spüren. Hier erfreut sich der Mosel-Radweg zwischen Koblenz und Trier, aber auch bis zur Moselquelle in Frankreich großer Beliebtheit. Und nun soll auch das letzte Nadelöhr geschlossen werden, in Cochem an der Bundesstraße 49.

Für die zahlreichen Mosel-Radtouristen wie auch für die Stadt Cochem ist es eine gute Nachricht gleich zum Jahresanfang: Das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der B 49 in Cochem startet. Den entsprechenden Bescheid überbrachte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität Cochem, Bernd Cornely, dem Bürgermeister der Stadt Cochem, Herbert Hilken. Die Pläne für den Ausbau werden vom 29. Januar bis 28. Februar in der Stadtverwaltung ausliegen. "Das wird das eines der schönsten Filetstücke des Mosel-Radwegs VeloTour Moselle zwischen ihrer Quelle und der Mündung", freut sich Bürgermeister Hilken, für den damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung geht. "Entlang der Mosel gehört die Stadt Cochem, gerade auch unterhalb der Reichsburg, sicher zu den schönsten Strecken für Radtouristen und Wanderer", betont der Stadtchef. Und gerade hier sei derzeit die Gefährdung für die Radwanderer am größten, da ein Radweg bisher fehle und die Radfahrer auf die Bundesstraße ausweichen müssten. "Für die Stadt ist es daher wichtig, dass dieses Vorhaben möglichst bald nun auch umgesetzt wird", so Hilken. Ähnlich hatte auch der Stadtrat im Herbst den Ausbau der B 49 zur wichtigsten Straßenbaumaßnahme im Stadtbereich erklärt. Die Überlegungen, dieses Teilstück der B 49 auszubauen und Radwege anzulegen, gibt es bereits seit über zehn Jahren. Nach der vorliegenden Planung soll die B 49 im Bereich zwischen Hotel Landsknecht und Parkhotel Sehl auf einer Länge von 805 Metern ausgebaut werden. Dabei ist ein 1,50 Meter breiter Gehweg bergseits, eine 6,50 Meter breite Fahrbahn und moselseits ein 0,5 Meter breiter Sicherheitsstreifen sowie ein 2,30 Meter breiter Radweg und ein zwei Meter breiter Fußweg vorgesehen. Rund 3,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Mit dem Ausbau wird eine Lücke in Cochem geschlossen, die seit langem dem Straßenverkehr, den Fußgängern und Radfahrern zu schaffen macht. "Wir wollen noch dieses Jahr das Baurecht erlangen", betont Bernd Cornely vom Landesbetrieb Mobilität. Danach soll dann der Ausbau angegangen werden. Im Vorfeld war von 2008 als Baubeginn die Rede. "Das wird sich zeigen, wenn wir das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen haben", so Cornely. In Cochem waren auch immer wieder die möglichen Behinderungen während der Bauzeit angesprochen worden. Hierzu hatten die Vertreter des Landesbetriebs im Stadtrat betont, dass die einzelnen Bauablaufphasen sorgfältig ausgewählt würden.