Tourismus : Ein Stück Urlaub für die Bürger

Das Hotelschiff River Bär in Mülheim hat sich zur Attraktion für Gäste entwickelt, die eine Flussfahrt mit einem Lunch verbinden wollen. Deshalb wird das Schiff bis Mitte März nochmal modernisiert.

Seit Mai 2017 liegt das Hotelschiff River Bär in Mülheim am Anleger des Hotels Weisser Bär. Was als Erweiterung des Hotels gedacht war, hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt, sagt Geschäftsführerin Heidi Bieger. „Das Schiff ist gastronomielastig geworden“, sagt sie. Gerade sonntags sei bei schönem Wetter das Oberdeck voll. Die 14-tägig angebotenen Lunchfahrten, bei dem das Schiff ablegt und zwei Stunden auf der Mosel unterwegs ist, werden gut angenommen. Deshalb sei man inzwischen schon zum wöchentlichen Rhythmus übergegangen.

Zu den Gästen gehören auch viele Personen aus der Region, die die Flussfahrt mit gutem Essen als ein Stück Urlaub betrachten, sagt sie. Die Atmosphäre auf der River Bär sei einfach anders als in einem Restaurant. Bei schönem Wetter sei das Oberdeck beim Sektempfang voll, bevor die Gäste sich dann ein Deck tiefer zum Buffet begeben. „Auf diese starke Nachfrage waren wir nicht vorbereitet“, sagt sie. Um den Anforderungen gerecht zu werden, wird jetzt auch die Küche auf der River Bär modernisiert. Und die Lounge wird umgebaut. Bis zum 15. März bleibt das Schiff deshalb geschlossen. Rechtzeitig  vor Ostern wird es den Betrieb wieder aufnehmen. Fahrten hat die River Bär auch schon unternommen: Mit Gästen, die die Weihnachtsmärkte genießen wollten, sei das Schiff nach Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach und Trier gefahren. „Ein voller Erfolg“, sagt Bieger. Für April ist die nächste größere Tour geplant: Dann legt die River Bär für fünf Tage in Richtung Saarschleife ab.

Und wie ist die Belegung der Zimmer? „Nicht schlecht, aber es kann noch besser werden“, sagt sie.  Das Hotelschiff wirke sich nicht negativ auf den Betrieb und die Belegung im Stammhaus Weisser Bär aus, sondern werde als neues ergänzendes Angebot wahrgenommen.

Jörg Lautwein, Geschäftsführer des Ferienlandes Bernkastel-Kues, sieht die River Bär als Gewinn für die Attraktivität der Region. „Wir sind froh, dass es die River Bär gibt. Ich habe bisher nur Positives gehört“, sagt er. Insbesondere das Lunchangebot an Sonntagen werde  von Gästen gelobt. Die River Bär ist seit Mai 2017 in Betrieb. Die Eigner haben es in den Niederlanden gekauft und dort umbauen lassen (der TV berichtete) .Dabei sind aus den ursprünglich 65 kleinen Kabinen 28 geräumige Kabinen und drei Suiten geworden. Die Übernachtungspreise liegen je nach Lage der Kabine und Saison zwischen 149 Euro und 189 Euro für eine Doppelkabine und zwischen 289 und 309 Euro für zwei Personen in einer Suite.

(cst)