Lustig und spannend

EISENSCHMITT. Ungewöhnliches Engagement von sechs Jugendlichen. Für die geplante Ortschronik haben sie rund um Eisenschmitt nach alten Wegekreuzen gesucht und Detektivarbeit geleistet.

Maike Konz strahlt: "Es war voll cool, die zu suchen". Die junge Eisenschmittnerin ist voller Begeisterung, wenn sie von der Suche nach alten Wegekreuzen in und um Eisenschmitt spricht. Für die geplante Ortschronik haben sich fünf Jugendliche ins Zeug gelegt und ein Kapitel des mittlerweile 300 Seiten starken Manuskriptes gestaltet. Susanne Reuter, Max und Moritz Fritzsche, Philipp Metzen und Maike Konz haben acht Kreuze entdeckt, vier im Ort selber, mehrere im Wald und eines an der Straße nicht weit vom Kloster Himmerod. "Jetzt wissen wir sogar, dass die Gemarkung Eisenschmitt bis kurz vor die Tore von Himmerod reicht", sagt Moritz Fritzsche. Die Kreuze im Dorf selber waren schnell gefunden, weil die allesamt an markanten Punkten stehen: an der Kirche, am Pfarrheim und auf dem Friedhof. Am spannendsten war es im Wald. "Da konnte man Detektiv spielen", berichten die fünf. "Es war, wie Beweise zusammen zu suchen", so Max Fritzsche. "Und es war lustig und spannend zugleich", ergänzt Philipp Metzen. Alle Kreuze wurden fotografiert und beschrieben. Nur eines haben sie nicht gefunden. Zunächst nicht. Auf Nachfrage kam dann heraus: Das einzige übrig gebliebene der ehemaligen sieben Kreuze aus dem Wald Mönchforst lag wohlverwahrt im Feuerwehrgerätehaus. Jetzt ist der Beitrag für die Ortschronik fertig. "Das Schreiben war nicht so spannend. Das Suchen hat uns mehr Spaß gemacht", so das Resümee der fünf. Noch eines haben die Jugendlichen gemeinsam: Sie sind allesamt Mitglied des Musikvereins. Klar doch - auch bei der Zusammenstellung der Chronik des Musikvereins für die neue Ortschronik waren sie beteiligt. Bald geht die Chronik in Druck. Wenn sie im Juni erscheinen wird, ist das auch ein Verdienst der Eisenschmittner Jugend.