Lustvolle Genuss-Weine

GRAACH/MÜLHEIM/ZELTINGEN-RACHTIG. (cb) Langsam wird es amtlich: An der Mosel ist 2003 ein Jahrhundert-Jahrgang gewachsen. Die Weine erobern nun auch den hohen Norden.

Eine Fachjury hat beim 18. Hamburger Weinsalon die ersten Weine des Jahrgangs 2003 verkostet und prämiert. Fazit der Experten: Der Jahrgang hält nicht überall die hoch gesteckten Erwartungen, bietet den Weinfreunden aber eine selten erlebte Fülle an lustvollen Genussweinen. So schreibt es der Fachjournalist Marion Scheuermann. Doch nun kommt es: Bei den angestellten 2003ern zeigen sich, so Scheuermann, zwei Trends: Zum einen hatten durchweg die Weine aus dem Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer die Nase vorn. Vor allem für die Moselwinzer zeichne sich ab, dass ihnen die Natur tatsächlich einen Jahrhundertjahrgang beschert hat. Zum anderen scheine es sich um einen der brillantesten Auslese-Jahrgänge seit Ende der 40er Jahre zu handeln, der selbst die legendären Jahrgänge 1953, 1959 und 1971 übertreffe Die drei höchst bewerteten Kollektionen kamen von Betrieben der Mittelmosel: Max Ferdinand Richter (Mülheim), Martin Schömann (Zeltingen-Rachtig) und Philipps-Eckstein (Graach-Schäferei). Eine besondere Ehre erfuhr dabei das Weingut Philipps-Eckstein, das zum ersten Mal am renommierten Hamburger Weinsalon teilnahm. Die Juroren, alles erfahrene Sommeliers der Hamburger Spitzengastronomie und des Weinhandels, nominierten den Betrieb und seinen jungen Inhaber Patrick Philipps für die Kategorie "Entdeckung des Jahres national". Eine 2003er-Auslese*** aus dem Graacher Domprobst, der höchst bewerte Wein des Wettbewerbs, wurde für die Auszeichnung "Süßwein des Jahres" nominiert. Eine endgültige Entscheidung fällt nach dem zweiten Teil des Wettbewerbs im Herbst.