| 20:35 Uhr

Mal Volkslied, mal Spiritual, mal Trommelklänge

 Der evangelische Kirchenchor Thalfang in Aktion. TV-Foto: Ursula Schmieder
Der evangelische Kirchenchor Thalfang in Aktion. TV-Foto: Ursula Schmieder
Horath. Beim zwölften Sängertag der Verbandsgemeinde Thalfang haben zwölf Chöre die Bandbreite des Chorgesangs präsentiert. Zum Abschluss stimmten Aktive und Zuhörer gemeinsam zwei Lieder an.

Horath. Ein abwechslungsreiches Programm haben die Chorsänger der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang präsentiert. Bei ihrem zwölften Sängertag boten zwölf Ensembles (siehe Extra) eine Mischung verschiedenster Stilrichtungen der Chormusik. Volks- und Heimatlieder wechselten sich mit anspruchsvoller geistlicher Musik ab. Und auf ein Potpourri französischer Melodien folgten englische Spirituals, religiöse afroamerikanische Lieder. Besonders gut kam der Beitrag des evangelischen Kirchenchores Thalfang an.
Dirigent Oliver Bölsterling gab zu dem afrikanischen Stück "Musithi" trommelnd den Takt vor. Die von einigen der etwa 350 Gäste verlangte Zugabe wurde aber dennoch nicht gewährt. Zusätzliche Liedbeiträge hätten den zeitlichen Rahmen des im Zweijahresturnus stattfindenden Sängertages gesprengt.
Ausrichter des zwölften Treffens in der Hochwaldhalle Horath war der örtliche Männergesangverein (MGV) Cäcilia. Moderator Bernd Thees, mit Gregor Steffes Vorsitzender des MGV, rückte das Miteinander der Chöre ins rechte Licht. Thalfang sei "die sangesfreudigste Verbandsgemeinde". Weit und breit gebe es nur den einen VG-Sängertag. Vera Höfner, 1. Beigeordnete der VG, bezeichnete das Angebot als einen "wertvollen Beitrag für ein aktives gesellschaftliches Leben in unseren Gemeinden".
In einer Zeit, in der sich viele Menschen lieber in virtuellen Welten aufhielten, sei es besonders wichtig, als Musikfreunde immer wieder zusammenzufinden. Steffes erinnerte daran, dass die VG im Zuge der Kommunalreform ja schon beinahe von der Landkarte verschwunden wäre: "Das wäre dann auch das Aus des Verbandsgemeindesängertages gewesen", machte er deutlich. Doch glücklicherweise lebten Totgesagte ja mitunter länger als erwartet. Daher könnten die Chöre ein weiteres Mal ihr hohes Niveau beweisen und, "dass Singen in allen Stilrichtungen Spaß macht".
Im Verlauf des Abends ehrte Stefan Mörschbächer, stellvertretender Kreischorleiter und Dirigent der Horather, Malborner und Dhroner Sänger, langjährige Aktive dreier Chöre. Dem MGV Deuselbach halten zwei Sänger bereits seit 60 Jahren die Treue. Bei der Sängergemeinschaft Bäsch sind vier Frauen und beim MGV Horath ein Mann seit 50 Jahren dabei (siehe Extra). urs
Extra

Für 60 Jahre Singen: Werner Manz und Erwin Molter, beide MGV Deuselbach. Für 50 Jahre: Franz-Josef Sauer (MGV Horath) sowie von der Sängergemeinschaft Bäsch: Emmi Keuper, Gisela Büchsenschütz, Helma Pfeiffer und Irene Edelmann. Für 40 Jahre: Bernd Thees, Peter Schmitz und Herbert Schmitz vom MGV Horath. Für 25 Jahre: Günter Dohr, Heinz Reuter und Stephan Brandscheid vom MGV Horath. ursExtra

Mitwirkende Chöre: Kinderchor "bambini cantanti", Jugendchor "happy singers", Sängergemeinschaft Bäsch, Projektchor Berglicht, Kirchenchöre Berglicht, Büdlich, Heidenburg, Malborn und Thalfang. Männergesangvereine Deuselbach und Horath mit Eintracht Dhron, Gemischter Chor Gielert. urs