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MAN-Gesamtbetriebsrat bricht Verhandlungen über Stellenabbau ab

Wirtschaft : MAN-Gesamtbetriebsrat bricht Verhandlungen über Stellenabbau ab

Der Betriebsrat des MAN Truck Modification Centers Wittlich wollte das am Mittwoch nicht kommentieren.

Der MAN-Gesamtbetriebsrat und die IG Metall haben die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite über den geplanten Stellenabbau bei dem Lastwagenbauer vorerst abgebrochen. Betriebsratschef Saki Stimoniaris sagte am Mittwoch in München: „Das Unternehmen ist keinen Millimeter von seinen Kahlschlag-Plänen abgerückt. So verhandelt man nicht, das ist unanständig. Wir lassen uns nicht vorführen und kehren erst an den Tisch zurück, wenn das Unternehmen ernsthaft zu Verhandlungen bereit ist.“ Der zum VW-Konzern gehörende Lastwagenhersteller hatte im September angekündigt, 9500 Stellen in Deutschland und Österreich zu streichen. Die Geschäftsleitung hatte zudem erklärt, dass drei Werke inklusive des Truck Modification Centers Wittlich ganz geschlossen werden würden. Ende September hatte das Unternehmen MAN Truck & Bus  dann die Beschäftigungs- und Standortgarantie für seine Werke gekündigt. Wie der Betriebsrat des Wittlicher Werks mit knapp 100 Mitarbeitern unserer Zeitung dagegen kürzlich mitteilte, gebe es mittlerweile jedoch aus München positive Signale, demnach der Standort Wittlich erhalten bleiben könnte. Bei einer Betriebsversammlung in Wittlich setzten sich bereits Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landrat Gregor Eibes, Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch und Dennis Junk, Bürgermeister der VG Wittlich-Land für den Erhalt des Werks ein.