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Manchmal eine Rose, immer ein Gespräch

Manchmal eine Rose, immer ein Gespräch

Seit vielen Jahren besuchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Krankenhausbesuchsdienste der Pfarreiengemeinschaft Wittlich Patienten im Krankenhaus. Sie freuen sich über neue Mitstreiter.

Wittlich. Nicht wie die "Grünen Damen", die zu festen Zeiten alle Patienten - unabhängig von ihrem Heimatort - besuchen, machen sich die freiwilligen Helfer der Stadt-Pfarreien St. Bernhard und St. Markus sowie aus Lüxem, Wengerohr und Altrich regelmäßig auf, um ihren Gemeindemitgliedern mit dem Besuch zu zeigen, dass die Pfarrei auch bei Krankheiten an sie denkt. In der Regel zu zweit, überbringen sie Grüße der Pfarrgemeinde und - von Pfarrei zu Pfarrei unterschiedlich - eine Rose, eine Karte, kleine Hefte mit meditativen Texten und Bildern und für Kinder auch schon mal ein Überraschungsei oder ein kleines Spielzeugauto. Manche Ehrenamtliche sind schon mehr als 30 Jahre dabei. "Bei unseren Besuchen erfahren wir immer wieder, dass die Krankenhauspatientinnen und Patienten sich rasch im Gespräch öffnen. Sie spüren, dass wir kommen, um dort zuzuhören, wo der Wunsch danach besteht." Dies ist die einhellige Erfahrung aller Helfer, die sich mindestens einmal im Jahr zum Erfahrungsaustausch treffen. Durch jahre- und jahrzehntelange Erfahrung sind die Helfer sensibel für die Bedürfnisse der Patienten geworden. Die Inhalte der Gespräche ergeben sich in der jeweiligen Situation.
"Wichtig ist uns dabei, dass der Patient selbst den Inhalt und die Tiefe des Gespräches bestimmt. Wir selbst fragen nie nach Krankheitsbildern - dieses Thema schneiden die Besuchten selbst an, wenn ihnen danach ist", so die Besuchsdienstmitarbeiter. Alle Ehrenamtlichen sind zu Verschwiegenheit verpflichtet. Da sie meist zu zweit unterwegs sind, ist das Gespräch am Krankenbett einfacher, kann Erlebtes gemeinsam verarbeitet werden.
"Es ist vor allem die Dankbarkeit der Patienten, die uns mit Freude erfüllt, und das Gefühl, ein Stückchen zufriedener mit dem eigenen Leben zu sein, wenn man das Krankenhaus wieder verlässt." Mit diesen Worten fasst Christiane Beck aus Wittlich die Erfahrung zusammen.
"Es wäre schön, wenn sich viele Gemeindemitglieder für diese Aufgabe begeistern ließen", sagt Rainer Martini vom Fachdienst Caritas der Gemeinde des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück. red Kontaktpersonen für St. Markus und St. Bernhard Wittlich sind Christiane Beck und Anneliese Poth. Auskunft erteilen in Lüxem Katharina Wieser, in Altrich Ursula Hagemann und in Wengerohr Hildegard Etges.
Kontakte vermittelt auch das Pfarrbüro St. Markus, Telefon 06571/6368.