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Manderscheid: Wehr und DRK ziehen um in neues Gewerbegebiet

Kommunalpolitik : Manderscheider Feuerwehr und DRK ziehen um

In Manderscheid brauchen  Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz neue Räume. Um diese zu schaffen und Gewerbeflächen anbieten zu können, hat der Stadtrat ein 1,5 Hektar großes Gewerbegebiet auf den Weg gebracht. Schon 2021 soll gebaut werden können.

Dauerhaft steht vor dem Feuerwehrhaus in Manderscheid ein Feuerwehrauto, weil im Gebäude kein Platz ist. Bei der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes, die sich in der Friedrichstraße befindet, sieht es ähnlich aus. Das Gebäude, in dem früher ein metallverarbeitender Betrieb war, teilt sich das DRK mit dem Bauhof der Stadt Manderscheid. Da die Fahrzeuge größer geworden sind, die Technik moderner und weil es inzwischen weibliche Rettungssanitäter gibt, braucht es getrennte Toiletten, Ruhe-, Dusch- und Umkleideräume. In dem vorhandenen Gebäude ist das kaum umsetzbar. Es gab bereits 2016 Pläne, das Gebäude komplett zu sanieren und den städtischen Teil zu kaufen. Die Kreisverwaltung sah es aber als sinnvoller an, einen Neubau zu errichten. Aber: Es gab in Manderscheid kein passendes Grundstück.

Das wird sich nun zeitnah ändern, weil die Stadt dabei ist, einen Bebauungsplan für ein 1,5 Hektar großes Gewerbegebiet aufzustellen, indem sowohl die Feuerwehr als auch das DRK Platz finden könnten. Bürgermeister Günter Krämer sagt: „Uns ist es sehr wichtig, dass beide Institutionen im Ort bleiben.“

Weiter erklärt er: „Zudem haben wir keine weiteren Gewerbeflächen mehr. So können wir Gewerbetreibenden und dem DRK sowie der Feuerwehr, den Platz, den sie sie brauchen, anbieten.“

Das neue Gewerbegebiet wird Richtung Großlittgen erschlossen werden. Die Behördenbeteiligung wurde im September dieses Jahres durchgeführt. Von 40 Fachbehörden haben sich 30 zurückgemeldet und es waren drei Beschlüsse vom Rat zu fassen, die auch gefasst wurden. Dabei ging es unter anderem um einen Niederwald, der entlang des Gewerbegebiets verläuft. Dieser wird zurückgeschnitten, so dass ein Abstand zur Bebauung von 10 Meter reicht. Im Februar 2021 soll der Bebauungsplan fertig sein, so dass im Frühjahr die Bauarbeiten starten könnten.

Das Deutsche Rote Kreuz braucht eine Fläche von 2000 Quadratmetern, um Platz für Fahrzeuge, die Technik und die Personen, die im Rettungsdienst tätig sind, zu haben. Das jetzige DRK Gebäude, hat sich der Stadtrat in einer Begehung angesehen und überlegt nun, was damit passieren könnte. Günter Krämer: „Entschieden ist noch nichts. Wir werden in einer Sitzung darüber diskutieren. Wir können uns vorstellen, dass vielleicht der Bauhof das gesamte Gebäude nutzt oder dass wir den Vereinen Platz zur Verfügung stellen. Denn man wird immer wieder gefragt, ob wir als Stadt einen Platz wissen, wo Vereine Dinge unterstellen können.“

Die Feuerwehr braucht vier Einstellplätze. Außerdem sollen die 44 aktiven Feuerwehrleute, die 16 Jugendfeuerwehrmitglieder und die zehn Kinder der Bambiniwehr geschult werden können und ihren ehrenamtlichen Dienst hier ausüben.

Die Feuerwehr Manderscheid hatte im vergangenen Jahr 78 Einsätze und ist Stützpunktfeuerwehr für Meerfeld, Bettenfeld, Eisen­schmitt, Karl, Pantenburg und Schwarzenborn. Bei größeren Einsätzen auf der Autobahn fährt sie im zweiten Abmarsch mit. Zudem verfügt die Feuerwehr Manderscheid über eine Drehleiter.

Vorbild für das neue Feuerwehrhaus soll das Gebäude in Laufeld sein. Zu den Kosten sagte Verbandsbürgermeister Dennis Junk im März dieses Jahres: „Für den Neubau der Feuerwehr Manderscheid liegt noch keine konkrete Kostenschätzung vor. Ich gehe aber davon aus, dass es in etwa 1,1 Millionen Euro werden.“