Mann in Unterhosen kein Indiz

MINDERLITTGEN. (mai) Es hat einen gewissen Unterhaltungswert, wenn Arge-Geschäftsführer Hans-Georg Simon erläutert, wie die Rechtsprechung zurzeit eine eheähnliche Gemeinschaft definiert. "Wird ein Mann in der Unterhose in der Wohnung angetroffen, in der er mit einer Frau lebt, ist das noch kein Indiz für eine eheähnliche Gemeinschaft", sagt er.

Auch ein gemeinsam genutztes Doppelbett ist kein solches Indiz. Generell werde in dieser Sache eher zu Gunsten der Betroffenen Recht gesprochen, so Simon. Indizien, die demnach für eine eheähnliche Gemeinschaft sprechen, sind ein langanhaltendes Zusammenleben (ab fünf Jahre), gemeinsame Kinder oder auch ein gemeinsames Konto. Viele Menschen, die zusammenlebten, sagten einfach, sie hätten nichts miteinander zu tun, erklärt Simon. In Wittlich habe es erst einen strittigen Fall gegeben, der vor Gericht landete. Da waren es gemeinsame Konto- und auch Autobenutzung, die das Gericht zu der Überzeugung führten, es handele sich um eine eheähnliche Gemeinschaft.