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Manuel Follmann ist CDU-Kandidat der Bürgermeisterwahl Wittlich-Land

Bürgermeisterwahl der VG Wittlich-Land : Manuel Follmann: Diplom-Verwaltungswirt, Musiker und vielleicht bald Bürgermeister

Wer macht am Super-Wahlsonntag in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land das Rennen? Einer der beiden Kandidaten, die zur Bürgermeisterwahl am 26. September antreten, heißt Manuel Follmann. Der 41-jährige CDU-Mann aus Altrich stellt seine politischen Ziele vor.

Baerbock, Laschet, Scholz sowie auch Jakoby und Follmann: Nicht nur zwischen den Parteien, die mit ihren Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl antreten, müssen sich die Bürger der VG Wittlich-Land am 26. September entscheiden. Am Super-Wahlsonntag wird in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Und dabei haben die Wahlberechtigten in der Verbandsgemeinde tatsächlich eine Wahl. Sie müssen sich zwischen zwei Kandidaten entscheiden: Nach dem parteilosen Bewerber Jürgen Jakoby stellen wir nun den CDU-Kandidaten Manuel Follmann in unserer Zeitung vor.

Der 41-jährige Familienvater aus Altrich ist bereits seit 2003 Mitglied der CDU: Als Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Verbandsgemeinderat sowie auch als Fachbereichsleiter und Pressesprecher der Kreisverwaltung dürfte der CDU-Mann vielen bekannt sein. In der Politik und Union engagiert er sich bereits seit 18 Jahren. „Die Mitgliedschaft resultierte aus dem Wunsch, sich vor Ort zu engagieren und einzubringen“, sagt Follmann im Gespräch mit unserer Zeitung. „Bereits 2004 räumte man mir als damals 24-Jährigem einen vorderen Platz auf der VG-Rats-Liste ein, sodass ich in den Verbandsgemeinderat einzog, dem ich seitdem angehöre.“

Seit 2017 ist Follmann Fraktionsvorsitzender der CDU im Verbandsgemeinderat. „Aus diesen Tätigkeiten heraus und auch aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit bei der Kreisverwaltung würde ich sagen, dass mein Spezialgebiet ganz klar im Kommunalen liegt. Die wichtigste bisherige politische Erfahrung war sicherlich die Fusion der Verbandsgemeinden Wittlich-Land und Manderscheid.“

Stärken und Schwächen Wie möchte der Altricher die Wähler davon überzeugen, dass er der richtige Kandidat für das Amt des Bürgermeisters ist? „Indem ich den Menschen zeige, dass ich für das Amt brenne. Man kann Menschen nämlich nur dann begeistern, wenn man selbst Begeisterung mitbringt und ausstrahlt. Dafür reise ich aktuell in jede einzelne der 45 Gemeinden und suche den persönlichen Kontakt zu den Menschen.“

Wo sieht der CDU-Kandidat seine Stärken? „Viele schätzen an mir meine sachliche und menschliche Art sowie meine Fachkompetenz. Was meine Person anbelangt, kann ich feststellen, dass ich Verwaltung von der Pike auf gelernt habe“, sagt der Diplom-Verwaltungswirt, der als Mitarbeiter der Kreisverwaltung seit Jahren Personal-, Organisations- und Finanzverantwortung trägt, „die Verbandsgemeinde im Detail kennt und somit das nötige Rüstzeug für das Amt mitbringt“, was Follmann auch zu seinen Stärken zählt. Aber hat er auch Schwächen? „Mein manchmal zu hoher Anspruch – auch an mich selbst.“

Politikfelder Wahrscheinlich nennt er deshalb ganze elf statt der drei von unserer Zeitung gefragten Politikfelder, die er als Bürgermeister der Verbandsgemeinde gerne beackern würde. Follmann: „Großen Raum werden die Themen Entwicklung und Unterstützung der Gemeinden, Ausbau und Ausstattung der Kita- und Schullandschaft sowie die Digitalisierung sowohl der Infrastrukturen als auch der Verwaltung sein. Generell wird bei allen Themen der Klimaschutz als Querschnittsaufgabe mitzudenken sein. Denn unsere Umwelt müssen wir bereits im Kleinen schützen.“

Zum Thema Kita- und Schullandschaft sagt der Familienvater: „Dazu gehört ein guter Start für unsere Kinder, indem die Kita-Angebote stetig weiterentwickelt und wo nötig Standorte ausgebaut werden. Dabei müssen wir die Gemeinden unterstützen. Die Digitalisierug der Klassenzimmer soll durch die Ausstattung unserer Schulen mit digitalen Lehrmitteln und Medien weiter ausgebaut werden.“ Auch die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen, sagt Follmann noch zum Thema Bildung, müsse in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Weiter vorantreiben möchte der CDU-Kandidat als Bürgermeister der VG Wittlich-Land auch die Digitalisierung, „unter anderem durch eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet. Auch die Verwaltung wird einem Transformationsprozess unterliegen und weitere digitale Lösungen insbesondere im Bereich der Onlineverfügbarkeit von Verwaltungsleistungen anbieten.“ Als Verwaltungschef der Verbandsgemeinde möchte Follmann generell „die Entwicklung der Gemeinden sichern durch eine passende Unterstützung der 45 Kommunen und ihrer ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister“. Aber auch die Aufarbeitung der Flut, meint Follmann, werde die Verwaltung noch über Monate beschäftigen.

Wie schätzt er denn seine Chancen auf den Chefsessel der VG Wittlich-Land ein? „Ich sage: Ich bin mit mir im Reinen und habe alles getan, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Letztlich entscheiden die Wähler“, sagt der CDU-Kandidat.