Marie Jostock aus Köwerich wird neue Gebietsweinkönigin der Mosel

Gebietsweinkönigin : Eine Köwericherin wird 2019/20 die Mosel repräsentieren – Ihre stärkste Waffe: Die Kommunikation

Marie Jostock aus Köwerich wird 2019/20 die Mosel als Gebietsweinkönigin repräsentieren. Sie wurde in Bernkastel-Kues von einer Fachjury gewählt.

„Wahnsinn!“: Marie Jostock kann es noch gar nicht glauben. Die Fachjury hat die 19-jährige Weinkönigin der Gemeinde Köwerich in der Mosellandhalle in Bernkastel-Kues zur Gebietsweinkönigin für 2019/20 gewählt. Damit übernimmt die angehende Polizeischülerin die Krone ihrer Vorgängerin Laura Gerhardt aus Traben-Trarbach.

Sie konnte sich gegen ihre Konkurrentinnen Bärbel Ellwanger (Trier), Julia Weis (Zell) und Julia Gries (Kobern-Gondorf) durchsetzen, die sie nun als Prinzessinnen unterstützen, denn bei dieser Wahl gibt es für jede Kandidatin eine Krone. Die Köwericherin wird bis zum nächsten Jahr als Weinbotschafterin das gesamte Anbaugebiet der Mosel im In- und Ausland vertreten.

Jostock hat schon etwas Erfahrung, denn sie war von 2017 bis 2018 Weinprinzessin in ihrer Heimatgemeinde Köwerich, die sie seit 2018 auch als Weinkönigin vertritt. Nach dem Abitur wird sie ab Oktober ihr Studium an der Landespolizeischule aufnehmen.

Die Kandidatinnen mussten sich bereits am Nachmittag mehreren Prüfungen der Fachjury stellen. Am Abend folgte dann der öffentliche Auftritt in der Mosellandhalle, wo sie sich vorstellen konnten. Natürlich waren auch ihre Fans dabei, die sie lautstark unterstützten. Mit dem Spruch „Wer keinen Riesling trinkt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren,“ konnte Jostock schon in der Vorstellungsrunde punkten.

Dass man sich auch ohne Winzer-Elternhaus bewerben kann, ist für sie selbstverständlich: „Auch ohne Weingut macht es Spaß, Ortsweinkönigin zu sein“, sagt Jostock und erklärt, dass es auch Gemeinsamkeiten zwischen ihrem Berufswunsch Polizistin und dem Amt der Weinkönigin gibt: „Bei der Polizei lernt man, dass die wichtigste Waffe nicht die Dienstpistole, sondern die Kommunikation ist.“ Empathie für Menschen zu haben, das gelte sowohl für Weinköniginnen als auch für Polizisten, findet Jostock.

Welche Zukunft sie sich noch vorstellen könnte? „Ich will deutsche Weinkönigin werden,“ sagt sie völlig selbstsicher. Denn wenn man sich als Moselweinkönigin bewirbt, könnte es ja sein, dass man auch gewählt wird. Und dann sei es selbstverständlich sich danach auch für das höchste Amt zur Verfügung zu stellen. „Da würde ich alles für den deutschen Wein geben,“ sagt die 19-Jährige, die in der Freizeit gerne Tennis spielt und joggen geht.

Bärbel Ellwanger aus Trier beeindruckte mit ihren fließenden Chinesisch-Kenntnissen. Sie hatte sich bereits zum zweiten Mal beworben und war vorher schon einmal Trierer Weinkönigin. Julia Weis aus Zell verblüffte damit, dass sie auf die Frage was sie mal für einen Tag lang sein wollte, antwortete, ein Mann zu sein. „Ich würde einfach mal gerne wissen, wie sich das anfühlt,“ meinte sie und gestand, dass sie zwar keine Angst vor Spinnen, aber vor Grashüpfern habe: „Die springen einfach weg, die kann man nicht fangen!“ Weis hilft im elterlichen Winzerbetrieb und studiert an der Weinschule in Geisenheim.

Julia Gries aus Kobern-Gondorf ist bereits als gelernte Hotelfachfrau in der Tourist-Information tätig. Sie gilt als profunde Karnevalistin, war bereits mit zehn Jahren Funkenmariechen und trainiert derzeit das Männerballett. Marie Jostock wird sich also in Zukunft auf eine kompententes und breit aufgestelltes Prinzessinenteam verlassen können.

Unsere Reporterin hat die neue Königin am Samstagmorgen getroffen – ein Interview folgt.

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