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Markttage Wittlich holen Hamburger Hafen und Handwerker an die Lieser

Einzelhandel : Ein Sonntag, zwei Märkte und viele offene Geschäfte in Wittlich

An diesem Wochenende hat die Stadt Wittlich einiges aufgeboten: Ein Handwerkermarkt, ein „Hamburger Hafenmarkt“ und der verkaufsoffene Sonntag lockten Besucher in die Säubrennerstadt. Die Händler, Gastronomen und Kunden waren zufrieden.

Schon am späten Sonntagvormittag strömten Besucher von allen Seiten in die Wittlicher Innenstadt. Vom Parkplatz Rommelsbach kamen sie prozessions­weise, am Markushaus waren die Plätze schnell belegt und auch am Schlossplatz mussten einige warten, bis sie eine freie Lücke für ihr Auto bekamen. Doch dann konnten sie den Sonntag entspannt genießen.

Auf dem Platz an der Lieser war der Handwerkermarkt mit vielen kreativen Ideen wie Schlüssel­bändern aus recycelten Getränke­kartons, Kartendesign mit Motiven aus Wittlich, Frühlingskränzen der Lüxemer Frauen, die damit für ukrainische Kinder sammelten, Genähtem, Gehäkeltem und Gestricktem.

 Familie Konrad aus Minderlittgen lässt sich auf dem Handwerkermarkt von Rosi Roth (links) beraten.
Familie Konrad aus Minderlittgen lässt sich auf dem Handwerkermarkt von Rosi Roth (links) beraten. Foto: Bents Christina

Eine etwa vierjährige Kundin, die mit ihrer Mutter unterwegs war, schaute sich beispielsweise von allen Seiten im Spiegel an, ob denn die neue fliederfarbene Mütze, die mit kleinen Blümchen bedruckt war, auch zu ihrer Jacke passte. Schließlich war sie, nach eingehender Beratung durch die Stand­inhaberin, überzeugt und behielt die neue Kopfbedeckung gleich an.

Auf dem Weg zu Wittlichs Marktplatz hörten die Besucher gleich norddeutsche Klänge und Seemanns­musik, beispielsweise „Rolling home“ von Freddy Quinn. Dazwischen waren temperamentvolle Markthändler des Hamburger Hafenmarkts, die „lecker, lecker“, riefen, um auf sich aufmerksam zu machen. Es gab Feinkost bei „Amine“, die der Chef selbst zum Probieren gab. „Hier habe ich noch ein wunderbares Chili-Dip, wer möchte?“, rief er in die Menge und hatte schnell einen Abnehmer. „Aal-Eddy“ packte Fischtüten mit Aal, Lachs und Makrele. Am Getränkestand „Hafen Leuchtturm“ waren alle Stehtische besetzt. Am Pommesstand gab es – wie auch am Fisch­imbiss – eine lange Schlange von Besuchern. Für den Nachtisch gab es Crêpes oder Eis. Vor den Eisdielen der Stadt standen ebenfalls Menschen an.

 Am Wittlicher Marktplatz genossen die Besucher die Sonne, das vielfältige Angebot und die lebhafte Atmosphäre.
Am Wittlicher Marktplatz genossen die Besucher die Sonne, das vielfältige Angebot und die lebhafte Atmosphäre. Foto: Bents Christina

In den Straßen der Innenstadt hatten die Händler ihre Schau­fenster frühlingshaft geschmückt, unter anderem mit modernen, bunten Oster­hasen, Tulpen oder verspielten Vögeln. Es gab ein Blumenbeet, Stände von Parteien und Institutionen luden zum Gespräch, und an die Kunden der Geschäfte wurden Blumen verteilt. Die Stimmung war insgesamt entspannt, die Außenbestuhlung der Gastronomie voll besetzt.

An die Menschen aus der Ukra­ine wurde ebenfalls gedacht: Am St.-Markus-Haus gab es einen Kuchenverkauf mit musikalischer Unterhaltung, dessen Erlös für das vom Krieg betroffene Land bestimmt war.

Zusammenfassend erklärt Claudia Jacoby, Erste Vorsitzende des Vereins Stadtmarketing: „Wir sind froh, dass der Tag so gut angenommen wird, die Verbindung zwischen den Märkten und dem verkaufsoffenen Sonntag stimmt. Die Gastronomie hat viele Gäste. Zudem passt das Wetter, und die Stimmung ist einfach gut.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Verkaufsoffener Sonntag in Wittlich (6. März 2022)