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Marschieren gegen den Hunger in Westafrika

Marschieren gegen den Hunger in Westafrika

Beim Jubiläums-Hungermarsch hat die Mali-Hilfe 5000 Euro sammeln können, um Kriegsflüchtlinge in dem westafrikanischen Land zu unterstützen. Insgesamt konnten in Mali durch die Hungermärsche in 25 Jahren Projekte im Wert von 800 000 Euro realisiert werden.

Morscheid. Seit 25 Jahren veranstaltet die Mali-Hilfe aus Morbach Hungermärsche für notleidende Menschen in dem westafrikanischen Land. "Wir wollen die Menschen im Dekanat Bernkastel-Kues sensibilisieren für die Probleme in der einen Welt, in der wir leben", sagt Peter Brucker, Vorsitzender der Mali-Hilfe.
Der erste Hungermarsch begründete 1989 auch den Start des wohltätigen Vereins, sagt er. Das bedeute ein Vierteljahrhundert kontinuierliche Hilfe unter der Teilnahme zahlreicher Menschen für die Menschen in dem westafrikanischen Land, sagt er. In dieser Zeit hat die Mali-Hilfe bei ihren Hungermärschen rund 140 000 Euro für wohltätige Zwecke in Mali gesammelt. Durch den zehnprozentigen Eigenanteil, den die malische Bevölkerung leistet, sowie die 75 Prozent Zuschuss des Bundesministeriums für Zusammenarbeit und Entwicklung konnten so Projekte im Wert von 800 000 Euro realisiert werden, sagt Brucker. Dazu zählen Kliniken, Schulen sowie Wasserprojekte wie Aufbereitungsanlagen und Brunnen, sagt er.
In diesem Jahr sind bei dem ökumenischen Hungermarsch 150 Menschen unter dem Motto "Ein Licht für den Weg" 9,5 Kilometer von Morscheid-Riedenburg über Wolzburg und Gutenthal nach Morbach gewandert. "Jeder Mensch braucht ein Licht, um den richtigen Weg zu finden", sagt Brucker. Die einen, um im Dunkel der Not wieder Hoffnung zu finden, die anderen, um das Dunkel zu suchen und den Bedürftigen dort Hilfe zu bringen, sagt er. Beim Jubiläums-Hungermarsch haben die Organisatoren der Mali-Hilfe 5000 Euro sammeln können, sagt Brucker. Sie kommen Menschen zugute, die in Mali vor den Kriegswirren im Norden geflüchtet sind.
In diesem Jahr hat sich die Mali-Hilfe über eine weitere große Spende freuen können. Vertreter der Gemeinschaft "Wir wollen helfen" aus Salmtal hat der Mali-Hilfe einen Scheck über 2500 Euro überreicht. Sie beteiligen sich regelmäßig an Veranstaltungen rund um Salmtal und Umgebung wie Weihnachtsmärkte und spenden die Erlöse für wohltätige Zwecke, sagt Ludwig Schettler von "Wir wollen helfen". Die Spende der Salmtaler soll eine Babystation in Mali unterstützen, sagt Brucker. cst