Mehr Ärzte nach Traben-Trarbach

Die stationäre Patientenversorgung in Traben-Trarbach wird ab 1. Dezember im Zeller Klinikum erfolgen. In den frei gewordenen Räumen soll eine ambulante ärztliche Versorgung eingerichtet werden.

Traben-Trarbach. Die Dernbacher Gruppe Katharina Kasper GmbH, Träger des Zeller Klinikums, zu dem auch das Traben-Trarbacher Krankenhaus gehört, plant die Einrichtung eines lokalen Gesundheitszentrums in Traben-Trarbach. Wie Pressesprecherin Dagmar Koppers mitteilt, basiert dieser Plan auf den Ergebnissen der Initiative "Starke Kommunen - Starkes Land", die die Gesundheitsversorgung an der Mittelmosel untersucht habe. In Traben-Trarbach sollen künftig Allgemeinmediziner und Fachärzte zur ambulanten Versorgung angesiedelt werden. Deshalb wird ab 1. Dezember die stationäre Versorgung am Standort Traben-Trarbach im Anna-Henrietten-Stift aufgegeben. Von 21 Betten seien derzeit ohnehin nur vier belegt. Die Praxen der Unfall- und Gefäßchirurgie wie auch die physikalische Medizin im Medizinischen Versorgungszentrum St. Josef im selben Gebäude bleiben bestehen. Statt der Bettenstation werden in diesen Räumen bereits im ersten Quartal 2017 Ärzte unterschiedlicher Disziplinen angesiedelt. Aktuell laufen Gespräche mit Allgemeinmedizinern und Fachärzten, die dann im Angestelltenstatus tätig werden sollen. "Zusätzlich wird das Spektrum über den rein medizinisch-therapeutischen Aspekt erweitert. So stehen Weiterentwicklungen der Schwerpunkte Prävention und Beratung auf dem Programm", so Koppers weiter.
"Ziel all unserer Maßnahmen ist es, die medizinische akutstationäre sowie die ambulante fachärztliche Versorgung hier bei uns, für die Menschen an der Mittelmosel bedarfsgerecht sicherzustellen", betont Elisabeth Disteldorf, Geschäftsführerin der Katharina Kasper GmbH. Die 23 Mitarbeiter, die bislang in Traben-Trarbach tätig waren, werden komplett vom Klinikum in Zell übernommen.
Marcus Heintel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, sagt dazu: "Wir begrüßen dieses zukunftsgerichtete, patientenorientierte und wohnortnahe neue Angebot, das sicherlich sehr zum Nutzen der Stadt und Verbandsgemeinde sein wird." Im Frühjahr 2015 hatte die Dernbacher Gruppe, die bis dahin bestehende und regional bekannte Geburtshilfestation im Traben-Trarbacher Krankenhaus geschlossen (der TV berichtete). Eine erneute Einrichtung einer Geburtshilfe sei jedoch nicht geplant.