Mehr als 10 000 Besucher beim 25. Kunst-Handwerkermarkt in Thalfang

Veranstaltung : Live dabei, wo Einzigartiges entsteht

Mehr als 10 000 Besucher kamen am Wochenende zum 25. Kunst-Handwerkermarkt. Immer mehr Marktleute führen den Besuchern ihre Fertigkeiten vor und sorgen so für eine ganz besondere Atmosphäre.

Ein Schmied lässt seinen Hammer auf glühendem Eisen tanzen. Ein Drechsler bringt mit scharfer Klinge ein Stück Holz in Form. Es wird geflochten, gesponnen und sogar eine Kettensäge wird zum Werkzeug, um Kunst vor den Augen der mehr als 10 000 Besucher beim 25. Kunst-Handwerkermarkt in Thalfang entstehen zu lassen.

„25 Jahre Kunst- Handwerkermarkt, das ist schon was Besonderes“, findet der Leiter der Tourist- Information, Daniel Thiel. Nicht nur die Zahl der Stände sei in dieser Zeit von rund 50 auf fast 130 angestiegen. Gleichzeitig sei auch die Qualität der angebotenen Waren mit gewachsen.

Dr. Josef Adams, in der Verbandsgemeinde Thalfang zuständig für Wirtschaftsförderung und Tourismus, sieht den Markt als eine Investition in den Standort und die Umgebung: „Viele, die unsere Region erst mal entdeckt haben, kommen immer wieder.“ Das bringe Touristen und Kaufkraft nach Thalfang.

Vier Wochen nach dem Markt werden die Aussteller aufgefordert, die Veranstaltung zu bewerten. Im Schnitt kommt dabei die Note 1,4 heraus. Viele Anregungen, was noch verbessert werden könnte, gelangen so außerdem zu den Organisatoren, zum Beispiel, welche Stände wo am besten aufgestellt werden. Die Aussteller seien auch Multiplikatoren, zumal die Standgebühr nur 15 Euro betrage, und darin sogar noch ein Frühstück im Haus der Begegnung enthalten ist. Auch das zieht immer neue Bewerber an, die jedoch handverlesen werden.

Gern wird den Besuchern alles erklärt. So etwa Kettensägenkünstler Andrej Löchel aus dem saarländischen Bliesen, der gerade an einem hölzernen Hahn arbeitet: „Der Auftraggeber heißt Hahn und hat ihn bei mir bestellt.“

Seit zehn Jahren, auch ein kleines Jubiläum, geht nichts ohne eine Majestät, die sich die Schirmherrschaft mit einem Protektor teilt. Milchkönigin Katharina Weber, studierte Landwirtin, warb bei der Eröffnung für lokale Produkte, die nicht nur besser schmecken, sondern wegen des kürzeren Transports auch die Umwelt schonen. „Die Liebe zur Heimat eint uns alle, die Bauern, die Winzer, die Handwerker und die Künstler“, findet der Schirmherr Manfred Zelder, Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau. Für Besucher Jürgen Haink aus Bäsch ist nicht nur das Angebot wichtig, sondern auch: „Man trifft so viele nette Leute hier und kann schöne Gespräche führen.“ Und damit es an nichts fehlt, ergänzen Vereine und Verbände das kulinarische Angebot der Gastronomie.

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