Mehr als 1500 Arbeitsstunden

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit haben die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr das eigene Gerätehaus fertiggestellt. In einer Feierstunde wurde das Gebäude seiner offiziellen Bestimmung übergeben.

Enkirch. 19 Aktive gibt es aktuell in der 1922 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Enkirch, durchschnittlich rücken sie zu acht bis zehn Einsätzen jährlich aus. Ausgestattet sind sie mit zwei Tragkraftspritzenfahrzeugen (TSF) und einem Boot. Bislang fehlte es den Feuerwehrleuten an einem adäquaten Gerätehaus.

Damit ist nun Schluss, denn das neu gebaute moderne und geräumige zweigeschossige Feuerwehrgerätehaus in der Sponheimer Straße nahe der katholischen Kirche wurde nun offiziell seiner Bestimmung übergeben. Groß war die Schar der Gratulanten. Kreisbeigeordneter Siegfried Schneider, selbst lange Jahre als Wehrführer aktiv, weiß wovon er spricht. "Die FFW ist für unser Gemeinwesen unverzichtbar. Sie sind in Notlagen immer und sofort zur Stelle, das ist jedoch nur möglich, wenn eine angemessene Ausstattung gewährleistet ist."

Gesamtkosten: 350 000 Euro



In 18-monatiger Bauzeit haben die Enkircher Großes geleistet und ein modernes Gerätehaus errichtet. Basierend auf 350 000 Euro haben die Feuerwehrleute in Eigenleistung rund 80 000 Euro beigesteuert. Mehr als 1500 Arbeitsstunden, erhebliche Geldmittel und Spenden aus der Bevölkerung sind in den Bau geflossen. "Die Unterstützung aus der Bevölkerung war in einem Maß, wie ich es selten beim Bau eines Feuerwehrgerätehauses erlebt habe", erzählt Ulrich K. Weisgerber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde begeistert. "Das war sehr imposant!"

Das neue Haus ist nun Ausgangspunkt lebensrettender Einsätze, Geräte müssen gewartet werden. Damit zudem ein guter Geist in diesem Hause lebt, segneten die evangelische Pfarrerin Edeltraud Lenz und der katholischer Pfarrer Markus Eiden das neue Haus ein.

Mit 19 Aktiven allein wäre der Bau nicht möglich gewesen. Aber durch die Hilfe aus der Bevölkerung und der bauausführenden Firmen ist ein moderner Platz für die monatlichen Treffen am ersten Sonntag im Monat entstanden. Neun Jugendliche werden derzeit an Hilfseinsätze herangeführt.

Wehrführer Manfred Schneider schwärmt vom guten Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Wehr. "Es ist ein tolles Gefühl, anderen zu helfen", sagt er und hofft zugleich, "noch ein paar aktive Mitglieder, gerne auch Frauen, zu aktivieren".