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Mehr Betrieb in Thalfanger Fieber-Praxis

Corona : Mehr Betrieb in Thalfanger Fieber-Praxis

In der Thalfanger Fieberpraxis ist der Betrieb im Herbst merklich gestiegen. Waren es im Sommer oft lediglich zwei oder drei Patienten, die in die Thalfanger Festhalle gekommen waren, so schwankt die Zahl jetzt im Herbst zwischen 15 und 25 Personen.

„Wir sind gut ausgelastet“, sagt Dr. Sandra Adam, eine von fünf Thalfanger Ärzten, die die Fieberpraxis gemeinsam seit dem 6. April betreiben. Der Bedarf habe sich merklich verstärkt. „Die Fieberpraxis ist aktueller denn je“, sagt sie. Die Mediziner hatten die Fieberpraxis eingerichtet, um Patienten, die möglicherweise mit dem Corona-Virus infiziert sind, aus ihren Praxen herauszuhalten und so zu vermeiden, dass dort andere Personen angesteckt werden. Sie steht allen Patienten offen.

Mesnchen mit Fieber kommen seitdem in die Festhalle, werden dort untersucht und bei verdächtigen Symptomen grundsätzlich zu den Corona-Teststationen weitergeleitet, wo die notwendigen Abstriche veranlasst werden. Ist während des Sommers ein Arzt aus seiner Praxis schnell mal herbeigeeilt, sobald ein Patient in die Festhalle gekommen war, so ist inzwischen ein Mediziner vormittags zwei, drei Stunden gebunden, sagt sie. Die Fieberpraxis soll weiter aufrecht erhalten werden, „solange wir sie benötigen“, sagt Adam.
Derzeit gibt es Diskussionen darüber, ob in Bernkastel-Kues eine weitere Fieber-Ambulanz eingerichtet werden könnte. Die Kassenärztliche Vereinigung in Mainz konnte das bislang aber noch nicht bestätigen.