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Mehr Betten und mehr Geld für das Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich

Kostenpflichtiger Inhalt: Mehr Betten, mehr Geld : Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich steigt in die zweite Liga auf

Mit der Ernennung zum Schwerpunktkrankenhaus wächst die Zahl der Betten des Verbundkrankenhauses in Bernkastel-Kues und Wittlich.

Die medizinische Versorgung im Landkreis Bernkastel-Wittlich hat sich in dieser Woche ein Stück weit verbessert. Die frohe Kunde kam per Post aus Mainz und landete im Briefkasten des Verbundkrankenhauses Bernkastel-Wittlich. Was steht in dem Schreiben? „Der offizielle Feststellungsbescheid zum Landeskrankenhausplan Rheinland-Pfalz für den Zeitraum bis 2025 bestätigt die erfolgreiche Entwicklung im Verbundkrankenhaus“, sagt Sabine Zimmer, Pressesprecherin des Verbundkrankenhauses. Das Land habe die von der Klinik beantragte Bettenerhöhung genehmigt und das Verbundkrankenhaus damit auch zum „Schwerpunktkrankenhaus“ ernannt. Zu den 511 bestehenden Betten kommen 40 weitere hinzu. Mit nun insgesamt 551 Planbetten hat das Verbundkrankenhaus die Grenze zwischen einem Regelkrankenhaus und einem Schwerpunktkrankenhaus deutlich überschritten und erreicht damit die dritthöchste von insgesamt vier Versorgungsstufen im Land (siehe Info). Darüber sind noch „Krankenhäuser der Maximalversorgung“. Wenn man als Schwerpunktkrankenhaus ausgezeichnet werde, erklärt Sabine Zimmer, „dann spricht das für eine gewisse Qualität und Quantität.“ Was die kaufmännische Abteilung des Krankenhauses besonders freuen dürfte ist, „dass Schwerpunktkrankenhäuser erhöhte Fördermittel wie zum Beispiel zur Anschaffung medizinischer Ausstattung und Einrichtungen erhalten“.

Zudem hat das Land eine Abteilung des Cusanus Krankenhauses in Bernkastel-Kues aufgewertet: Die seit Oktober 2015 bestehende Akutgeriatrie (Altersmedizin) am Cusanus Krankenhaus wurde nun erstmals als gesonderte Hauptfachabteilung mit 34 Betten ausgewiesen. Zimmer. „Dies trägt der guten Etablierung der Abteilung sowie der steigenden Nachfrage nach speziellen altersmedizinischen Angeboten Rechnung.“

Volker Pickan, Chefarzt für Innere Medizin und Geriatrie am Cusanus Krankenhaus: „Wir freuen uns sehr über die Ernennung als Hauptfachabteilung für Altersmedizin. Dies ist sowohl eine Anerkennung für die Leistungen, die unser Team seit 2015 zur Entwicklung und Etablierung unseres altersmedizinischen Angebotes erbracht hat – aber auch Ansporn für uns.“ Man biete bereits eine Akutversorgung hochbetagter Patienten wie beispielsweise in der Inneren Medizin und die spezialisierte Frührehabilitation in der Akutgeriatrie an, sagt Pickan. „Unser Wunsch ist es, dies zu ergänzen in Richtung eines umfassenden  altersmedizinischen Zentrums. Als Hauptfachabteilung können wir dieses Ziel nun verstärkt angehen.“

Bis 2025 sollen laut Landeskrankenhausplanung auch am Standort Wittlich weitere 15 Betten in der Altersmedizin entstehen.

Mit der Ernennung zum Schwerpunktkrankenhaus steigen daneben die Bettenzahlen in der Inneren Medizin, Chirurgie und Neurologie am Standort Wittlich sowie im Bereich der Palliativmedizin im Cusanus Krankenhaus steigen.

„Auf Basis unserer bisherigen Leistungsentwicklung und unserer Planungen für die Zukunft weist der neue Feststellungsbescheid zum Landeskrankenhausplan einen Zuwachs an insgesamt 40 Planbetten für unser Verbundklinikum aus“, erklärt die kaufmännische Direktorin Ulrike Schnell. Der Bettenzuwachs und das Mehr an Spezialisierung ihrer Gesundheitsangebote erlaube der Klinik eine noch bessere Anpassung an die stetig steigenden Herausforderungen der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, sagt Pressesprecherin Zimmer.

Die Klinik erfülle mit ihrem breiten und gleichwohl spezialisierten Leistungsangebot überörtliche Aufgaben, wozu auch die auf dem Gelände ansässige ADAC-Luftrettungsstation und die bodengebundenen Rettungswachen beitragen. An den beiden Klinikstandorten betreuen 1400 Mitarbeiter in nun zwölf Hauptfachabteilungen, vier Belegabteilungen und sieben medizinischen Zentren nach eigenen Angaben jährlich rund 22 000 stationäre und 70 000 ambulante Patienten.

Der bisher letzte Krankenhausplan des Landes trat 2010 in Kraft und endete Ende 2018. Die Neufassung des Plans gilt von 2019 bis 2025.