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Mehr Gäste, weniger Übernachtungen

Mehr Gäste, weniger Übernachtungen

Ohne große Diskussion haben die Mitglieder des Fremdenverkehrsausschusses die touristischen Kennzahlen der Einheitsgemeinde Morbach entgegengenommen. Steigende Besucherzahlen verzeichnet der Archäologiepark, während sie im Telefonmuseum auf den tiefsten Stand seit seiner Eröffnung gesunken sind.

Morbach. Wie hat sich der Tourismus in der Einheitsgemeinde Morbach entwickelt? Bürgermeister Andreas Hackethal hat in der jüngsten Sitzung des Fremdenverkehrsausschusses die Zahlen für 2013 vorgestellt. Demnach haben die Morbacher Betriebe 62 338 Übernachtungen verzeichnet. Im Vorjahr waren es noch 66 235, das entspricht einem laut Hackethal "leichten" Rückgang von 5,88 Prozent.
Im Bereich der Hunsrück-Touristik ist die Anzahl der Übernachtungen um 5,3 Prozent zurückgegangen. Pressesprecherin Iris Müller nennt als einen Grund die rückläufigen Passagierzahlen auf dem Flughafen Hahn.
Im Gegensatz dazu hat sich in der Einheitsgemeinde die Anzahl der Gäste auf 21 130 erhöht. 2012 waren es 20 516. Statistisch haben in jedem Bett 101,53 Gäste übernachtet. Zum Vergleich: In Thalfang lag diese Zahl bei 87,65 und in Hermeskeil bei 79,37, während die Gemeinden im Einzugsgebiet des Flughafens wie Kirchberg mit 121, Kastellaun mit 107 und Herrstein mit 126 Übernachtungen pro Bett bessere statistische Werte verzeichnen.
Archäologiepark lockt Besucher


Die Anzahl der Personen, die bei der Tourismus-Info Prospekte angefordert haben, ist von 1603 auf 1189 zurückgegangen. Der Bürgermeister führt dies auf die wachsende Bedeutung des Internets zurück.
Hackethal ist auch auf die Besucherzahlen in den Morbacher Museen eingegangen. Im Archäologiepark, laut dem Bürgermeister ein "Flaggschiff", sind diese 2013 auf 7503 gestiegen, nachdem sie 2012 mit 7097 auf den niedrigsten Stand seit Eröffnung des Museums im Jahr 2002 zurückgegangen waren.
Im Hunsrückmuseum sind die Besucherzahlen zwar auch von 7633 im Jahr 2012 auf 4085 zurückgegangen, dies ist allerdings den Besuchern der Holzmesse Dendro geschuldet, die alle drei Jahre stattfindet.
Sorgenkind Telefonmuseum


Das Deutsche Telefonmuseum haben im vergangenen Jahr 1325 Personen besucht, so wenige wie noch nie. Und auch 2014 sind die Besucherzahlen erneut gefallen: Bis Ende Oktober waren dort lediglich 1080 Besucher zu verzeichnen, was Ausschussmitglied Erika Müllers als Warnsignal verstanden hat: "Da müssen wir drangehen", mahnt sie.
Bürgermeister Andreas Hackethal bestätigt, dass ihm die Entwicklung des Telefonmuseums Sorge bereitet. "Wir wollen Möglichkeiten prüfen, wie wir die Besucherzahlen verbessern können." cst