Mehr Kultur im Cusanus-Geburtshaus

Bernkastel-Kues · Eine Alternative zum Karnevalstrubel bietet in diesem Jahr das Geburtshaus von Nikolaus Cusanus in Bernkastel-Kues. Dort erklingt am Samstag, 6. Februar, der Liederzyklus "Die schöne Müllerin" von Franz Schubert. Die beiden Künstler sind renommiert.

Bernkastel-Kues. Das Cusanus-Geburtshaus mit kulturellem Leben zu füllen, durch das die Dauerausstellung über den moselanischen Kardinal und Philosophen (1401 bis 1464) ergänzt wird: Das ist das Ziel von Gerhard W. Kluth, der das Museum seit Oktober 2015 leitet.
An den Start ging er mit einer Fotoausstellung, die über einen Monat das Erdgeschoss des Geburtshauses zierte und viele Besucher anlockte. "Das Schöne dabei war, dass etliche Besucher wegen der Fotos kamen, sich dann aber auch noch die Dauerausstellung angesehen haben, obwohl sie das eigentlich nicht geplant hatten", berichtet Kluth. "Manche erzählten dabei, dass sie zum ersten Mal im Geburtshaus waren."
Nun lädt das Geburtshaus erstmals zu einem von Kluth organisierten Konzert ein. Dass er gleich mit einem ganz besonderen Juwel der romantischen Literatur aufwarten kann, hatte er auch selbst nicht unbedingt erwartet. Gemeint ist der Liederzyklus "Die schöne Müllerin". Franz Schubert komponierte ihn im Jahr 1823.
Erzählt wird in 19 Liedern die Geschichte eines wandernden Müllergesellen, der sich in die Tochter seines Meisters verliebt hat. Aufgeführt wird der Zyklus durch den Tenor Tilman Lichdi und die Pianistin Anette Fischer-Lichdi.
Über Tilman Lichdi war in der amerikanischen Presse nach einer Johannespassion zu lesen: "Man kann ein ganzes Leben verbringen, ohne je eine so gut gesungene Evangelistenpartie zu hören wie jene von Tilman Lichdi, und ich vergesse hierbei nicht Peter Schreier."
Die Pianistin an seiner Seite wurde schon mehrfach bei internationalen Wettbewerben gerade für die Begleitung von Schubertliedern ausgezeichnet.
Das Konzert beginnt am Samstag, 6. Februar, um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 15 Euro (Schüler/Studenten zehn Euro). Der Vorverkauf im Cusanus-Geburtshaus hat bereits begonnen.
Bei seinem Amtsantritt hatte Kluth angekündigt, er wolle das Cusanus-Geburtshaus noch mehr Menschen erschließen. Auch an eine Zusammenarbeit mit der Cusanus Hochschule ist gedacht. red

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