Mehr Platz für Kinder

HORATH. (urs) Nach dem Verzicht auf Landesmittel hofft die Gemeinde, den Kindergartenbau möglichst rasch in die Tat umzusetzen. An tatkräftiger Unterstützung von Bürgern mangelt es jedenfalls nicht.

Der Anbau eines Mehrzweckraumes an den Kindergarten Horath rückt in greifbare Nähe. Aber nur, weil der Gemeinderat sich für eine schnellere Marschrichtung entschieden hat. Das Gremium hat sich mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung dafür ausgesprochen, auf einen erneuten Antrag auf Mittel aus dem Investitionsstock zu verzichten. "Der Rat sieht die Dringlichkeit", kommentiert Ortsbürgermeister Egon Adams. Die Gemeinde hatte dem Antrag auf Landeszuweisungen den Wunsch eines vorzeitigen Baubeginns beigefügt, dem aber nicht entsprochen wurde. Dem gegenüber steht die nach wie vor sehr hohe Belegung des Kindergartens. "Im Laufe des Jahres wird wieder die Höchstzahl erreicht", begründet Adams die Notwendigkeit zu handeln. Außerdem fehle es den Kindern an Platz für sportliche Betätigung und es gebe bereits Anfragen für Zweijährige. Den Verzicht mit beeinflusst hat der Umstand, dass mit einer Antwort auf den Landesmittelantrag erst im nächsten Jahr zu rechnen ist. Da dann bereits eine höhere Mehrwertsteuer gilt, dürfte der Spareffekt zumindest teilweise wieder aufgehoben sein. Abgesehen davon ist es fraglich, ob die Gemeinde überhaut Chancen auf Geld aus diesem Topf hat. Denn bei einer Bausumme von 85 000 Euro haben bereits Jagdgenossenschaft und Kreis ihre Unterstützung in Höhe von je 25 000 Euro zugesagt. Der verbleibende Betrag wird sich laut Adams um den bereits in beachtlichem Umfang zugesicherten Eigenanteil der Bürger verringern. In Sachen Internetzugang kann der Gemeindechef bisher nichts Positives vermelden. Nach einer abgelehnten Antwort der Telekom bliebe der Gemeinde wohl nur, sich um eine Funklösung zu bemühen. Allerdings gebe es auch Aktivitäten auf Verbandsgemeindeebene, DSL voranzubringen. Da ist es tröstlich, dass zumindest die Rheinisch Westfälischen Elektrizitätswerke zu Investitionen bereit sind. "RWE wird das Kabelnetz verstärken", sagt Adams, der in der jüngsten Sitzung auch ein neues Ratsmitglied verpflichtete. Für den wegen Wohnortwechsel ausgeschiedenen Heiner Martini ist Harald Dohr nachgerückt.