Mehr Platz in neuen Räumen

Seit Mitte Mai war die Tafel in Wittlich zwei Monate geschlossen. Nun können Bedürftige in neuen Räumen in der Sternbergstraße wieder günstig Lebensmittel einkaufen.

Wittlich. "Die Zeit, in der die Tafel jetzt geschlossen war, war schlimm für uns", sagt Christina Schlig, die sich bei der Tafel gegen einen symbolischen Euro Lebensmittel abholt. "Wir wussten nicht, wo wir hingehen können. Und wir sind sehr dankbar, dass es die Tafel gibt." Zwei Monate lang war die Tafel, bei der sich seit fünf Jahren jeden Mittwoch 230 bedürftige Menschen Lebensmittel für einen symbolischen Euro abholen, geschlossen. Der Grund: Nach einem Brand in der Küche waren die alten Räume am Rommelsbach unbenutzbar. Schon damals war geplant, in andere Räume in die Sternbergstraße umzuziehen, aber die Renovierung war noch nicht abgeschlossen. Anja Adam, Ansprechpartnerin für die Hilfseinrichtung bei der Caritas: "Die Zeit saß uns bei der Herrichtung der Räume schon im Nacken. Wir wollten ja gern so schnell wie möglich wieder aufmachen, denn viele sind auf die Tafel angewiesen."
Zwei Wochen früher als geplant konnte die Tafel dann wieder ihre Türen öffnen. Nur bei der Erstellung der Ausweise für die Bedürftigen gibt es momentan einen Engpass, weil alle Unterlagen verbrannt sind. "Wir versuchen, das unbürokratisch zu lösen, so dass die Menschen nicht zu lange in den Büros warten müssen und auch Lebensmittel bekommen", sagt Anja Adam.
Mit den neuen Räumen ist Rudolf Bollonia vom Caritas-Verband sehr zufrieden. "Es gibt hier einen großen Wartebereich, damit die Kunden und die Ehrenamtlichen nicht in einer langen Schlange auf der Straße stehen müssen, und die Lagermöglichkeiten sind großzügig." In der Zeit, in der die Wittlicher Tafel keine Spenden annehmen konnte, haben die Mitarbeiter die Geschäfte dennoch abgefahren: Die Tafel aus Daun hat die Lebensmittel aus Wittlich übernommen und ausgegeben. Kundin Renate Pick ist jedenfalls froh, dass die Tafel in Wittlich wieder geöffnet hat: "Mir hat viel gefehlt, ich bin sehr froh, dass sie wieder auf ist." chb