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Hotels: Mehr Raum für die Mühlen-Gäste

Hotels : Mehr Raum für die Mühlen-Gäste

Im Trend der Zeit: In das Hotel Molitors Mühle in Eisenschmitt investiert der Inhaber knapp eine Million Euro: Eine neue Küche wurde bereits gebaut, nun ist ein neues Ruhehaus am Weiher geplant.

Schon bei der Einfahrt zur Molitors Mühle in Eisenschmitt strahlt dem Gast die Ruhe, Entspannung und die Natur des oberen Salmtals entgegen.

In vierter Generation führt Michael Molitor seit 1994 das Vier-Sterne-Haus und hat während dieser Zeit schon kräftig investiert. Zuletzt im Januar in eine neue Gastro-Küche, die „effektiveres und schnelleres Arbeiten ermöglicht“, sagt der 60-Jährige. Von den Fliesen an den Wänden über einen neuen rutschfesten Boden bis hin zu einer kompletten Umgestaltung und der Anschaffung  moderner Küchengeräte hat der Unternehmer rund 400 000 Euro ausgegeben. „Ich bin stolz auf die neue Küche und freue mich, dass wir die jetzt auch vorzeigen können“, sagt Molitor. Auch das Personal sei begeistert, obwohl sie sich an neue Wege gewöhnen müssten.

So weit so gut. Molitor hat aber noch etwas anderes vor. Zum Wohlergehen der Gäste, aber auch um deren Anspruch gerecht zu werden, ist eine weitere Investition in Planung. Ein Ruhehaus über zwei Etagen soll errichtet werden, das sich unmittelbar an die Außensauna anschließen wird. Die steht auf einer Pfahlkonstruktion direkt über dem hauseigenen Weiher.  „Die Saunagäste haben so direkten Zugang zum Weiher und können sich dort abkühlen“, sagt Molitor. Zufriedene Gäste seien ihm wichtig „und der Wellnessbedarf  ist groß“, sagt der Chef. Im Haus selbst sei man in diesem Bereich an Kapazitätsgrenzen gestoßen. Mit dem neuen Ruhehaus, das im Untergeschoss eine Ruhezone mit  Liegen und im Obergeschoss einen Yoga-Raum mit Terrasse über den Weiher hinaus erhalten soll, werde auch die Attraktivität des Unternehmens gesteigert, und „es ist auch ein Mittel, um mehr Gäste anzuziehen und dient zur Kundenbindung“, sagt der Geschäftsführer. Dabei rechnet er noch einmal mit einer Investitionssumme von etwa 500 000 Euro.  „Am liebsten hätte ich schon angefangen“, sagt Molitor, „aber die Behörden lassen sich Zeit.“ Mit dem Plan des Inhabers zeigt sich der Ortsbürgermeister von Eisenschmitt äußerst angetan. „Die Molitors Mühle ist märchenhaft und etwas Besonderes in der Region und hat schon alleine durch die neue Küche an Aufwertung erfahren“, sagt Georg Fritzsche. Von Seiten des Gemeinderats seien alle Beschlüsse hinsichtlich des Ruhehauses gefasst und man stünde dem Vorhaben positiv gegenüber. Molitors Mühle habe einen hohen Stellenwert im 320 Einwohner zählenden Ort und „ist touristisch anziehend“, sagt der Ortsbürgermeister, „in den vergangenen Jahren ist dort viel investiert worden, wir sind stolz darauf und werden unser Möglichstes tun, dass das mit dem Ruhehaus in die Gänge kommt“.