Mehr Riesling, weniger Dornfelder

Auf 182 Hektar sind an Mosel, Saar und Ruwer im vergangenen Jahr bestehende Rebanlagen neu bepflanzt worden. Dabei führt der Riesling mit 117 Hektar deutlich die Sortenliste an. Auf Platz zwei landet der Müller-Thurgau mit knapp 18 Hektar. Immer beliebter wird der Riesling aber auch in den großen Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz.

Bernkastel-Kues. Immer mehr Riesling: Von den im vergangenen Jahr in ganz Rheinland-Pfalz auf bestehenden Rebflächen neu angepflanzten 1525 Hektar Reben wurden 367 Hektar (24 Prozent) mit Riesling bestockt. Die Moselwinzer pflanzten auf insgesamt 182 Hektar neue Reben an, davon auf 117 Hektar (64 Prozent) Riesling. Am zweitmeisten (17,7 Hektar) pflanzten die Moselwinzer die Sorte Müller-Thurgau - auch Rivaner genannt. Es folgen mit 11,4 Hektar die Rebsorte Weißer Burgunder (Pinot blanc) und mit 10,7 Prozent die Rotweinsorte Blauer Spätburgunder (Pinot noir). Die fast ausschließlich an der Obermosel kultivierte weiße Rebsorte Elbling wurde auf 4,5 Hektar neu gepflanzt.
Leicht im Kommen ist die weiße Rebsorte Ruländer - auch Grauburgunder (Pinot gris) genannt - die an Mosel, Saar und Ruwer auf 4,9 Hektar neu gepflanzt wurde, gefolgt vom Chardonnay (3,4 Hektar). Die in den vergangenen Jahren sehr beliebte rote Rebsorte Dornfelder kommt bei den Neuanpflanzungen nur noch auf 2,2 Prozent. Knapp über einem Prozent landen noch die Sorten Kerner und Johanniter.
Schaut man auf die Statistik für ganz Rheinland-Pfalz, fällt auf, dass die weißen Rebsorten wieder verloren gegangenes Terrain zurückgewinnen. Sie machen 77 Prozent der Neuanpflanzungen aus.
Zum Vergleich: In ganz Rheinland-Pfalz (Gesamtrebfläche: 64 000 Hektar) sind 31 Prozent der Rebflächen mit Rotweinsorten bepflanzt, an der Mosel (Gesamtrebfläche: 8800 Hektar) sind es neun Prozent. sim