Mehr Schwerverletzte

Weniger Unfälle als 2008, dafür aber deutlich mehr Schwerverletzte: Das ist kurz gefasst das Ergebnis der Verkehrsunfallbilanz 2009 der Polizeiinspektion (PI) Zell. Sie ist zuständig für die Verbandsgemeinden Zell und Traben-Trarbach sowie die Orte Bad Bertrich, Beuren, Reil und Kövenig.

Zell/Traben-Trarbach. Der folgenschwerste Unfall im Bereich Traben-Trarbach im vergangenen Jahr ereignete sich am 15. September auf der B 53 zwischen Enkirch und Traben-Trarbach. Eine 52-jährige Frau starb, als sie mit ihrem Personenwagen aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn kam und mit einem anderen Auto zusammenstieß. Dies war für die Zeller Polizei-Inspektion der einzige tödliche Unfall 2009. Ein Jahr zuvor mussten noch drei Unfalltote beklagt werden.

Insgesamt nahmen die Zeller und Traben-Trarbacher Polizeibeamten im vergangenen Jahr 833 Verkehrsunfälle auf. Das sind 28 weniger als im Jahr zuvor. Bei 91 Verkehrsunfällen erlitten Menschen Verletzungen (2008: 86). Die Zahl der schwer verletzten Menschen stieg um 13 auf 48 und bei den Leichtverletzten um eine Person auf 75.

Bei acht Unfällen wurden acht Kinder verletzt, davon eines schwer. Erfreulich: Seit Jahren hat sich die Beteiligung von Kindern an Verkehrsunfällen als Radfahrer und Fußgänger auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Der Leiter der Polizei-Inspektion Zell, Norbert Bidinger: "Hierzu haben sicherlich die Ausbildungen der Schüler in den Grundschulen beigetragen." Die Verkehrssicherheitsberater der PI Zell haben im Jahr 2009 170 Grundschüler über das richtige Verhalten im Straßenverkehr unterrichtet.

Junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren sind, so Bidinger, noch immer überdurchschnittlich an Unfällen beteiligt. Im Jahr 2009 verunglückten 205 junge Leute, das ist ein Anstieg um 16 Unfälle. Dabei wurden 20 junge Menschen verletzt, die gleiche Anzahl wie im Jahr 2008. Bei zwei Verkehrsunfällen war dabei Alkohol im Spiel.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss ist mit neun Unfällen gegenüber dem Vorjahr um elf zurückgegangen.

Bei 15 Prozent der Unfälle flüchten die Beteiligten



Die Zahl der Unfallflüchtigen ist seit Jahren konstant hoch. Bei 15 Prozent der registrierten Unfälle beging einer der Beteiligten Unfallflucht. Rund 40 Prozent aller Unfallfluchtfälle konnten aufgeklärt werden.

Die Zahl der Motorrad-Unfälle sank um vier auf 33. Im Jahr 2005 ereigneten sich noch 56 Unfälle mit Motorrädern. Bei diesen Unfällen wurden im vergangenen Jahr 19 Menschen (2008: elf) schwer und zehn Menschen (2008: 14) leicht verletzt.

Ein Unfallschwerpunkt für Motorräder ist nach Angaben von Norbert Bidinger die L 190 zwischen Traben-Trarbach und Irmenach. Besonders häufig krachte es auch auf der B 49 zwischen Bengel und Alf.

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