1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Mehr Wohnungen, weniger Gewerbeprojekte

Mehr Wohnungen, weniger Gewerbeprojekte

Beim Geschosswohnungsbau und bei den Einfamilienhäusern meldet die Stadtverwaltung Wittlich eine starke Nachfrage. Dagegen bleiben die Zahlen für gewerbliche Bauvorhaben im Vergleich zu den Vorjahren zurück.

Wittlich. (red) Rege Bautätigkeit gibt es in Sachen Großprojekte: Das Einkaufszentrum "Schlossgalerie" und die Wohnanlage "Fürstenhof" stehen vor der Fertigstellung, die neue Justizvollzugsanstalt wurde vor kurzem eröffnet.

Die Stadtverwaltung Wittlich verweist aber auch auf andere Entwicklungen. So zeugten sowohl auf den Wohnbauflächen im Konversionsgebiet als auch im Neubaugebiet "Weisrink" im Stadtteil Lüxem neue Einfamilienhäuser von einem ungebrochenen Aufschwung bei Bauvorhaben.

Weiter zu nennen ist das neue Baugebiet "Wohnen auf dem Kalkturm", wo die ersten drei Rohbauten für frei stehende Einfamilienhäuser zu sehen sind und es den Spatenstich für ein größeres Mehrfamilienhaus gab.

Was die Anzahl der Baugenehmigungen anbelangt, gebe es in Wittlich im Vergleich zum Umland einen gegenläufigen Trend: So sei die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland von den Höchstständen im Jahr 2000 bis zum Jahr 2008 von über 240 000 auf 88 000 eingebrochen. In Rheinland-Pfalz sind die Zahlen von 2006 auf 2007 um 36,4 Prozent zurückgegangen.

In Wittlich wurden dagegen bereits bis zum 31. Juli des Jahres mehr Wohnbauvorhaben genehmigt als im ganzen Jahr 2008. Wurden in 2008 insgesamt 38 Wohngebäude mit zusammen 79 Wohnungen genehmigt, waren es in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres 40 Wohngebäude, für die Baugenehmigungen erteilt wurden. In diesen Gebäuden werden 67 Wohnungen entstehen. Allerdings sei bei den gewerblichen Bauvorhaben ein Rückgang festzustellen. Während 2007 und 2008 noch 47 beziehungsweise 44 Anträge genehmigt wurden, sind es bis zum 31. Juli 2009 erst 23 Bauvorhaben, für die Baugenehmigungen erteilt worden sind. Die große Nachfrage nach Wohnungen sei auf die Qualität des Standorts zurückzuführen, teilt die Stadtverwaltung mit.